
Luftdicht versiegelt ist Asbest selten eine Gefahr. Aber beim Abriss oder Umbau werden die feinen Fasern aufgewirbelt. Mit Pech reicht da schon ein einziger Atemzug, um dann nach Jahren an Asbestose, Lungen- oder Kehlkopfkrebs zu erkranken. Die Gewerkschaft empfiehlt Hausbesitzern die Zusammenarbeit mit dem Amt für Arbeitsschutz. Wer vor Beginn der Bauarbeiten die Behörden informiert, ist auf der sicheren Seite. Um letzte Zweifel zu beseitigen, reicht ein kurzer Baustellen-Check in den meisten Fällen schon aus. An dieser Stelle besonders vorsichtig zu sein, kann im Extremfall Leben retten.
Für die Entsorgung der krebserregenden Fasern gibt es Spezialfirmen mit besonders geschultem Personal, betont die IG BAU. Und wenn Asbest in der Luft liegt, sind Schutzkleidung und Atemmaske ein Muss. Allein im letzten Jahr erkrankten nach Angaben der Berufsgenossenschaften 3.423 Menschen bundesweit an Krankheiten, die durch Kontakt mit Asbest hervorgerufen wurden, davon 869 im Baugewerbe. 332 Bauarbeiter starben an Asbestose.*)
Quelle: DGBUV - Referat BK-Statisitik