Forstwirtschaft und Naturschutz


Wandel im Forst gestalten

Zufrieden mit dem Konferenzverlauf: Siegfried Rohs, Yvonne Lott, Jörg Müller und Harald Schaum (von links).
Zufrieden mit dem Konferenzverlauf: Siegfried Rohs, Yvonne Lott, Jörg Müller und Harald Schaum (von links). © IG BAU (Hartmut Brügel)
Berlin, 19.01.2017
So viel geballtes Forstwissen an einem Ort, wie derzeit in Berlin, gibt es nur selten. Rund 80 Experten aus dem Forst und Naturschutz treffen sich für drei Tage zur IG BAU-Bundeskonferenz „Arbeitsplatz Wald – Demografischer Wandel gestalten“. Ein Thema von überragender Bedeutung für das größte Forstland der EU. Gut eine 1,3 Millionen Arbeitsplätze hängen hierzulande am Cluster Forst und Holz. Er erzielt eine Wertschöpfung von rund 180 Milliarden Euro.

Wie überall fehlt in der Branche aber Geld für Personal, doch darüber hinaus gibt es nicht einmal genug Nachwuchs für die vielen Fachkräfte, die demnächst in den Ruhestand wechseln. Eine Herausforderung insbesondere für die Beschäftigten, der sich die Forstgewerkschaft IG BAU stellt.

„Es gibt einen Wandel und wir wollen ihn gestalten“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Harald Schaum. „Zukunfts-Konzepte müssen allen zu Gute kommen – nicht nur den öffentlichen Kassen.“

Wie der Forst im Wettlauf mit anderen Branchen um die Jungen die Nase vorn behalten kann, berichtete die Leiterin des Referats "Erwerbsarbeit im Wandel" in der Hans-Böckler-Stiftung, Yvonne Lott.

Die Analyse der Wissenschaftlerin: Die Generation Y hat hohe Ansprüche an ihre Arbeitsbedingungen. Für Selbstausbeutung steht sie nicht zur Verfügung. Gleichzeitig betonte Yvonne Lott die Notwendigkeit, durch Weiterbildung und Maßnahmen zur Gesunderhaltung ältere Beschäftigte bis zur Rente im Job zu halten.

Auch Wahlen standen an: Die Delegierten zur Bundeskonferenz der BeamtInnen und Angestellten in Forst und Naturschutz bestätigten Jörg Müller als Vorsitzenden der Bundesvertretung sowie Ernst-Otto Naumann als seinen Stellvertreter. Überaus kontrovers diskutierten die Delegierten im Anschluss die Anträge der Bundeskonferenz.

Ein Beitrag unseres Kollegen Ruprecht Hammerschmidt

Jörg Müller (rechts), Vorsitzenden der Bundesvertretung, mit seinem Stellvertreter Ernst-Otto Naumann als seinen Stellvertreter.
© IG BAU (Hartmut Brügel)