Medien und Presse


Wer die Schoah verdrängt, bereitet Neonazis den Weg


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 27.01.2017
Anlässlich des Jahrestags der Befreiung des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz gedenkt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) der Opfer der Schoah und ruft dazu auf, sich weiterhin gegen die NPD und ihre rechten Verwandten zu stellen.

„Der braune Fanatismus führte zu millionenfachem Mord. Wir dürfen nicht zulassen, dass sich dieser Alptraum wiederholt. Wer die Schoah verdrängt, bereitet den Neonazis den Weg. Deswegen war es richtig, die Gedenkstätte für den Holocaust zentral und für alle sichtbar zu errichten“, sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Carsten Burckhardt. „Es ist ekelhaft, mit welcher Kaltschnäuzigkeit rechte Propagandisten ihren Hass verbreiten. Beängstigend ist jedoch, wie gleichgültig und tatenlos unser Rechtsstaat zusieht, wie rechte Ideologie mehr und mehr gesellschaftsfähig wird.“

Die IG BAU steht für Solidarität, Demokratie und Weltoffenheit. Auf Demonstrationen, in Seminaren und mit Bildungsreisen wie etwa nach Auschwitz engagiert sie sich gegen Neonazis und Rechtsradikale.

„Viele Überlebende des dunkelsten Abschnitts der deutschen Geschichte, die als Zeitzeugen über ihre Erlebnisse während des Dritten Reichs berichten können, gibt es nicht mehr. Die IG BAU setzt sich deswegen für eine gestärkte Erinnerungskultur ein, die dem Trend zur Bagatellisierung der Nationalsozialisten entgegentritt und gerade der jungen Generation die grausamen Konsequenzen faschistischer Gesinnung vor Augen führt“, sagte Burckhardt.

„Gleichzeitig bietet die IG BAU mit ihrer Arbeit Alternativen gegen Rechts an. Wir wehren uns dagegen, dass junge Beschäftigte in Kreise hineingezogen werden, die für eine demokratiefeindliche Gesellschaftsordnung stehen.“