IG BAU - die tun was!


Wer drin ist, ist fein raus!

Im IG BAU-Mitgliederbüro kam Licht in seine Sache
Im IG BAU-Mitgliederbüro kam Licht in seine Sache © IG BAU
10.03.2017
Diese Erfahrung machte Ole-Lucas Ballath bereits zu Beginn seines Berufslebens. Unorganisiert, uninformiert und schutzlos hinnehmen zu müssen, was der Arbeitgeber entscheidet, das war nicht sein Ding. Er organisierte sich in der IG BAU, machte seine Ansprüche geltend und setzte sie, mit Hilfe seiner Gewerkschaft und dem DGB-Rechtsschutz, vor Gericht durch.

Als er sich für eine Ausbildung zum Zimmerer bei einer Holzbaufirma entschied, wusste er nichts über Tarifverträge. Nichts über Rechte und Pflichten im Arbeitsleben. Wie viele andere, tat Ole-Lucas wie ihm geheißen wurde.

Während der überbetrieblichen Ausbildung stand eines Tages Information durch die Gewerkschaft auf dem Stundenplan. Der Gewerkschaftssekretär kam in den Unterricht und referierte über die Regeln im Arbeitsleben und über die Ansprüche der Auszubildenden. Er klärte die jungen Leute über die Interessenvertretung auf und was an einer IG BAU-Mitgliedschaft drum und dran hängt.

Ole-Lucas wurde IG BAU-Mitglied und suchte mit seinem neuen Wissen und Schutz das Gespräch mit dem Chef. Dieser erklärte ihm, dass er nicht mehr bezahlen könne, weil er ja in diesem Jahr zum ersten Mal zwei Auszubildende eingestellt habe.

Komisch kam es dem jungen Mann dann schon vor, als von einem Grundstückskauf berichtet wurde und der Chef mit einem neuen, größeren Firmenwagen auf den Hof fuhr.

Seine Ausbildung wollte Ole-Lucas möglichst konfliktfrei zu Ende bringen, aber dann meldete er sich zur Beratung im Mitgliederbüro der IG BAU. Seine nicht erhaltenen Lohnansprüche summierten sich auf mehr als 4.700 Euro brutto. Er entschied sich, diese beim Betrieb geltend zu machen.

Im Namen der Firma bestritt die zuständige Innung die Forderung. Die Firma ihrerseits stellte plötzlich eine Gegenrechnung auf und schickte diese an die Eltern des Auszubildenden. Sie summierte Dinge, die bereits uralt und teilweise schon geregelt waren und wollte 6.000 Euro haben.

Ole-Lucas beauftragte den DGB Rechtsschutz, in seinem Namen Klage vor dem zuständigen Arbeitsgericht zu erheben. Das Verfahren wurde mit einem gerichtlichen Vergleich beendet. Ole-Lucas Ballath erhielt 4.100 Euro zugesprochen. Der Arbeitgeber hat den Vergleich akzeptiert und den Betrag ausbezahlt.

Seine Arbeitskraft stellt Ole-Lucas Ballath inzwischen einem anderen Arbeitgeber zur Verfügung.

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