Senioren


Wie leben wir im Alter?

Seniorenkonferenz im Bezirksverband Mecklenburg


© IG BAU (Eva-Maria Pfeil)
05.11.2014
"Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern" war das Thema der diesjährigen Seniorenkonferenz im IG BAU Bezirksverband Mecklenburg, am 24.September 2014 im Seehotel in Sternberg. „Ich freue mich sehr über die gute Beteiligung, denn wir haben sowohl ältere als auch jüngere Gewerkschaftsmitglieder eingeladen.

Wir wollen informiert werden, denn es geht doch um die Mitgestaltung unserer gegenwärtigen und zukünftigen Arbeits- und Lebensbedingungen“, sagte Günter Kraatz, Vorsitzender des Bezirksseniorenvorstandes, der gemeinsam mit Helmut Lange und den anderen Mitgliedern des Seniorenvorstandes, diese Veranstaltung organisiert haben. Auch Manfred Scharon, Vorsitzender des Bezirksverbandes und Eva-Maria Pfeil, Beauftragte des Bundesvorstandes für die Seniorenarbeit, waren anwesend.

Der Leiter des Sekretariates der Enquete-Kommission „Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern“, Herr Knud Winkelmann, berichtete über die Arbeit dieser Kommission, die vom Landtag gebildet wurde. Untersucht wurden bisher u. a. die derzeitige und künftige Einkommenssituation und die Wohnsituation der Älteren in Mecklenburg-Vorpommern. „Die Lebenssituationen der Älteren sind sehr unterschiedlich und es muss von insgesamt sinkenden Einkünften ausgegangen werden. Gleichzeitig brauchen mehr Menschen barrierearmen Wohnraum. Deshalb muss auch rechtzeitig das Angebot an Beratung für einfache Bauanpassungen verbessert werde“, sagte Herr Winkelmann.

Viele Fragen wurden von den Anwesenden gestellt, in denen auch die noch bestehenden Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern angesprochen wurden. Die Ergebnisse der Enquete-Kommission sind für unsere Gewerkschaftsarbeit von Bedeutung. Soziale Sicherung im Alter, Gesundheit, Pflege und Mobilität, altersgerechtes Bauen und Wohnen, Lebensmodell ländlicher Raum, dies sind Themen, die neue Anforderungen an die Regierenden stellen und wo wir Lösungen einfordern müssen. Durch die demografische Entwicklung werden in Deutschland 2050 fast doppelt so viele über 65-jährige Menschen leben als unter 20-jährige.

Der Bundesseniorenvorstand wird sich auf Grund der zunehmenden Altersarmut mit dem Thema „Erwerbstätigkeit und Rente“ anlässlich des 11. Deutschen Seniorentages vom 2. bis 4. Juli 2015 in Frankfurt am Main in einer Podiumsdiskussion beschäftigen. Hier wird es dann auch um die Lebenssituation der Älteren in unserem Land gehen.

Im Bild:
Zweiter von links Manfred Scharon, Vorsitzender des Bezirksverbandes, daneben stehen Günter Kraatz, Vorsitzender des Bezirksseniorenvorstandes, Knud Winkelmann, Leiter des Sekretariates der Enquete-Kommission und Georg Radewald aus Parchim, der in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag feierte. Auf der rechten Seite stehen die Mitglieder des Bezirksseniorenvorstandes Margot Wangemann und Heinz Mohn sowie Eva-Maria Pfeil, Beauftragte des Bundesvorstandes für die Seniorenarbeit.

Ein Beitrag unserer Kollegin Eva-Maria Pfeil.