Medien und Presse


Wir müssen die Erinnerung wach halten


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
16.04.2015
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) macht sich dafür stark, dass die Schoa bei jungen Menschen nicht vergessen wird. Einen Tag nach dem heutigen weltweiten Gedenktag Jom HaSchoa für die sechs Millionen ermordeter Juden veranstaltet die IG BAU zusammen mit dem Aktionsbündnis „Fulda stellt sich quer!“ ein Konzert mit Esther Bejarano zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus.

„Esther Bejarano ist eine der letzten Überlebenden, die über den dunkelsten Teil der deutschen Geschichte aus eigenem Erleiden berichten können. Bald wird es keine Zeitzeugen mehr geben. Wir brauchen deshalb eine neue Erinnerungskultur, denn man muss die Vergangenheit kennen und die Gegenwart verstehen, um die Zukunft zu gestalten“, sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Carsten Burckhardt.

„Die junge Generation braucht aber die Möglichkeiten, sich mit der Geschichte - oft auch der ihrer eigenen Familien - zu befassen, ohne dass Schuldgefühle alles überlagern. Konzerte können einen Rahmen schaffen, die Erinnerung an diese Zeit lebendig zu halten. Sie helfen ein Bewusstsein der eigenen Verantwortung dafür zu entwickeln, dass sich die Greuel weder am jüdischen Volk noch an anderen Völkern wiederholen.“

Die IG BAU klärt über die Gefahren von Rechts auf. Die Zahl antisemitischer Gewalttaten stieg weltweit im vergangenen Jahr um 38 Prozent gegenüber 2013. „Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass Bedrohung und Angst vor Gewalt alltägliche Erfahrungen sind. Gruppen wie Pegida vergiften unsere Gesellschaft. Wir wissen wohin das führt und werden nicht zulassen, dass sich Rassismus verbreitet“, sagte Burckhardt.

Esther Bejarano ist die einzige Überlebende des Mädchenorchesters Auschwitz. Sie überstand KZ sowie Todesmarsch. Mit 90 Jahren steht Esther Bejarano mit der Kölner HipHop-Band Microphone Mafia auf der Bühne und singt Lieder die Mut aber auch nachdenklich machen und Lieder gegen Faschismus.

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