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Wohnungswirtschaft: IG BAU warnt Arbeitgeber vor falscher Strategie


© IG BAU (Paul Schimweg)
Frankfurt am Main, 05.04.2017
Die erste Runde der Tarifverhandlungen in der Wohnungswirtschaft ist gestern Abend ohne Ergebnis vertagt worden. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) verhandelt in Tarifgemeinschaft mit ver.di für die rund 40.000 Beschäftigten der Branche höhere Einkommen. „Die Arbeitgeber waren nicht bereit, ein konkretes Angebot vorzulegen. Wir haben in der Wohnungswirtschaft eine sehr gute Wirtschaftssituation. Klar ist, dass die Beschäftigten daran fair beteiligt werden müssen“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers.

„Die Arbeitgeber müssen sich in der kommenden Runde endlich bewegen. Auf weiterhin nur moderate Einkommensabschlüsse zu setzen, ist die falsche Strategie. Wir haben von unseren Mitgliedern den klaren Auftrag, endlich spürbare Verbesserungen zu erzielen. Die Beschäftigten der Wohnungswirtschaft müssen immer mehr in immer weniger Zeit schaffen. Dazu kommt, dass in vielen Betrieben inzwischen Personal fehlt. Die Branche darf deshalb nicht von der Einkommensentwicklung in Deutschland abgehängt werden. Im Gegenteil: Die Arbeitgeber sollten ein eigenes Interesse daran haben, dass die Wohnungswirtschaft für den Nachwuchs attraktiv wird.“

Die IG BAU fordert 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie mindestens 150 Euro mehr für die unteren Entgeltgruppen. Auszubildende sollen 100 Euro mehr erhalten sowie unbefristet übernommen werden.

Für die Mitglieder der Gewerkschaft IG BAU und ver.di werden zudem zwei zusätzlich bezahlte Freistellungstage gefordert.

Die zweite Verhandlungsrunde findet am 16. Mai 2017 in Frankfurt am Main statt.

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