Tarife


Bezugs- und Absatzgenossenschaften Weser-Ems: Tarifverhandlungen ergebnislos beendet

01.08.2018
Zum Ende des zweiten Verhandlungstermins am 31. Juli sah sich die IG BAU-Tarifkommission gezwungen, die Tarifverhandlungen für die Bezugs- und Absatzgenossenschaften in der Region Weser-Ems abzubrechen und für gescheitert zu erklären.

Die Arbeitgeber waren nicht bereit, von ihrem schlechteren, per Email unterbreiteten Angebot abzurücken und wieder über einen Tarifvertrag zu diskutieren, der eine Tariferhöhung ab dem 1. Februar 2018 vorsieht. Sie boten stattdessen eine Einmalzahlung von 200 Euro für diesen Zeitraum. Diese ersetzt nicht im Ansatz die geforderte prozentuale Erhöhung und ist schlechter als das Angebot, was bei der ersten Verhandlungsrunde auf dem Tisch lag.

Die wirtschaftliche Lage der vergangenen Jahre in den Genossenschaften war gut, Erfolge, zu denen alle mit beigetragen haben. Die Fachgruppe hat der Tarifkommission eine ganz klare rote Linie vorgegeben: "Wir wollen einen Abschluss mit 3 Prozent mehr Lohn für zwölf Monate."

An den angebotenen 2,75 Prozent ab 1. Juli der Arbeitgeber war jedoch nicht zu rütteln. Obwohl angeboten wurde, eine 24-monatige Laufzeit mit jeweils 2,9 Prozent zu akzeptieren - was bereits unter der Minimalvorstellung lag.

Die Wirtschaft boomt - die Abschlüsse, auch im grünen Bereich, sind oftmals deutlich über 4 Prozent, selbst der Mindestlohn steigt 2019 um 4 Prozent.

Was nun? Die Arbeitgeber scheinen den Flächentarifvertrag aufs Spiel setzen zu wollen.

Die IG BAU Fachgruppe der Bezugs - und Absatzgenossenschaften wird über das weitere Vorgehen der Tarifauseinandersetzung beraten.