Tarife


Dachdeckerhandwerk: Tarifverhandlungen ohne Annäherung vertagt

07.08.2018
Sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt und 100 Euro mehr Ausbildungsvergütung, fordert die IG BAU für die Beschäftigten im Dachdeckerhandwerk.

Es brummt in der Branche. Viele Betriebe haben volle Auftragsbücher über Monate. Überstunden und Samstagsarbeit belasten die Kollegen in den Betrieben. Auch in den kommenden Jahren sind die Aussichten für die Branche mehr als gut. Aber bereits heute werden Fachkräfte dringend gesucht, aber nicht gefunden. Die Zahl der Auszubildenden geht weiter zurück.

In der ersten Verhandlung zur Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen am 6. August bieten die Arbeitgeber aber folgendes an: Einen Tarifvertrag über drei Jahre. Löhne und Gehälter sollen im ersten Jahr um 1,5 Prozent und im zweiten und dritten Jahr um 1,7 Prozent steigen. Für die Auszubildenden legten sie kein konkretes Angebot vor.

Das kann nur ein schlechter Scherz sein. Die Inflationsrate beträgt zurzeit bereits ca. zwei Prozent. Das wäre ein klares Minusgeschäft für alle Kollegen.

Deshalb hat die IG BAU dieses Angebot als völlig unzureichend zurückgewiesen. Die Verhandlungen gehen am 3. September weiter.