Senioren


Faires Leben im Ruhestand – Keine Rentenkürzungen

IG BAU-Senioren aus ganz Bayern treffen sich in Furth im Wald

Richard Renner, Vorsitzender des Bezirksseniorenvorstandes der IG BAU-Oberpfalz, eröffnet die Veranstaltung.
Richard Renner, Vorsitzender des Bezirksseniorenvorstandes der IG BAU-Oberpfalz, eröffnet die Veranstaltung. © IG BAU (Peter Behrendt)
14.11.2017
Am 12. September rafen sich knapp 1000 Gewerkschaftsmitglieder der IG Bauen-Agrar-Umwelt aus allen Bezirken Bayerns und Frankens zum Seniorentag in der voll besetzten Festhalle. Zum Thema „Faires Leben im Ruhestand – Keine Rentenkürzungen“ hatte die IG BAU-Oberpfalz Vertreter der Politik zur Seniorengroßveranstaltung in Furth im Wald eingeladen.

Pünktlich um 10 Uhr eröffnete Richard Renner, Vorsitzender des Bezirksseniorenvorstandes der IG BAU-Oberpfalz, die Veranstaltung mit aktuellen Forderungen an die Politik auf ein faires Leben im Ruhestand.

Es folgten Grußworte vom Bürgermeister und vom Landrat, die mit Stolz auf die Entwicklung ihrer Heimat hinwiesen.

Karl Bauer, Regionalleiter der IG BAU aus Bayern, wies auf die Ungewissheit der noch aktiven Kolleginnen und Kollegen hin, die angstvoll auf ihren Ruhestand schauen. Sie hoffen, dass ihre Rente für ein gutes Leben reichen wird. Auch der Bezirksvorsitzende Christian Lang erinnerte daran, dass prekäre Beschäftigungen sich schädigend auf die Rente auswirken. Als weitere Belastung, besonders in Ballungsgebieten, wurde durch Peter Behrendt, Mitglied im IG BAU-Bundesseniorenvorstand, auf die Entwicklung der weiteren Rentenkürzungen und die fatale Entwicklung der Mietpreise hingewiesen. Hier müssen Gesetze sofort zu Gunsten der Mieter korrigiert werden, mit dem Hinweis und Aufruf unbedingt zur Bundestagswahl zu gehen.

Peter Behrendt, selbst Rentner, richtete seine Bitte an die Seniorinnen und Senioren, ihren Kindern und Enkeln von den Errungenschaften der Gewerkschaften zu berichten, denn die nachfolgenden Generationen werden eine gute und starke Gewerkschaft brauchen.

Die angesprochenen Politiker des Bundestages Karl Hohlmeier (CSU) und Marianne Schieder (SPD) waren sich in Anbetracht der vielen Seniorennur nur insoweit einig: Das Rentenniveau soll nicht weiter sinken. Dagegen plädierte die Vorsitzende im KV mittlere Oberpfalz, Heidi Kaschner (die Linke), für das österreichische Rentenmodell, also für steigende Renten.

Zum Abschluss brachte Ulrike Laux, Mitglied des IG BAU Bundesvorstand, es in ihrem Redebeitrag mit Blick auf die Bundestagswahl auf den Punkt. In knapp 30 Minuten forderte sie die Politik auf, für eine gerechtere Umverteilung der Einkommen zugunsten der Beschäftigten und für eine Verhinderung der Altersarmut zu sorgen. Auch auf die Gefahren für Beschäftigte durch die Digitalisierung der Arbeitswelt wies sie hin. Hier muss die Politik dazulernen und schneller reagieren. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt will daran beteiligt werden und mitwirken.

Nach dem Applaus aller Anwesenden gab es zu den Klängen der „Die Weißblau-Königstreuen“ aus Niederbayern ein gemeinsames Mittagessen. Anschließend konnten einige Seniorinnen und Senioren das älteste Volksschauspiel Deutschlands erleben, den „Drachenstich“.

Ein Beitrag unseres Kollegen Peter Behrendt.