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FIFA muss Sterben auf WM-Baustellen stoppen

22. Ordentlicher Gewerkschaftstag der IG BAU

Ambet Yuson, Generalsekretär der Bau- und Holzarbeiter Internationale.
Ambet Yuson, Generalsekretär der Bau- und Holzarbeiter Internationale. © Dietmar Gust / IG BAU
Berlin, 10.10.2017
Saubere Fußball-WM-Baustellen mit menschenwürdigen Bedingungen für alle Bauarbeiter forderte der Generalsekretär der Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI) Ambet Yuson auf dem 22. Ordentlichen Gewerkschaftstag der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU).

„Bereits 20 Arbeiter haben beim Bau der WM-Stadien in Russland ihr Leben verloren. Lasst uns der FIFA die Stärke der Gewerkschaften zeigen, damit sie etwas unternimmt, das Sterben von Stadion-Bauarbeiter zu stoppen“, sagte Yuson. Er erinnerte an die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der IG BAU in Katar. Dort konnten Sicherheitsinspektionen für die Stadienbaustellen der Fußball-WM 2022 vereinbart werden. Gleichzeitig wurden die Arbeits- und Lebensbedingungen der mehr als 20 000 Wanderarbeiter in Katar deutlich verbessert. „Dennoch ist der Kampf nicht vorbei“, sagte der BHI-Generalsekretär. „Es werden in Katar immer noch Migranten durch dortige Arbeitgeber ausgebeutet. Die Bauarbeiter erhalten bei überlangen Arbeitstagen nur Niedriglöhne. Deshalb müssen wir weiter dafür kämpfen, dass wir diese Kollegen dabei unterstützen sich selbst zu organisieren und für ihre Menschen- und Arbeitsrechte einzustehen.“

Yuson rief außerdem dazu auf, eine starke internationale Gewerkschaftsbewegung aufzubauen, um den globalen Unternehmen mit Stärke begegnen zu können. „Multinationale Konzerne gehen dahin, wo sie die größten Profite erzielen. Wo Arbeitsschutzgesetze und Gewerkschaften schwach sind, nutzen sie ihren Vorteil.“

Zitate aus der Rede des BHI-Generalsekretärs gibt es hier.