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Gleiche Löhne in Ost und West – daran geht kein Weg vorbei

Tarifverhandlungen für das Gebäudereiniger-Handwerk / Protestdemo „Respect for Cleaners“


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
Essen, 26.09.2017
In der vierten Tarifverhandlung für das Gebäudereiniger-Handwerk konnte trotz intensiver, aber auch schwieriger Diskussion keine Einigung erzielt werden. Die IG BAU und der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks trennten sich heute ohne Ergebnis. Begleitet wurde die Verhandlung von der ersten Demonstration nach der Bundestagswahl für mehr Respekt und Solidarität.

In der Essener Innenstadt gingen rund 600 Gebäudereiniger auf die Straße. Lautstark forderten sie für die Branche einen Euro mehr sowie die Ost-West-Angleichung und einen Einstieg in ein Weihnachtsgeld. „Ein Euro mehr pro Stunde haben die Beschäftigten verdient. Sie müssen von ihrem Arbeitseinkommen leben können wie alle anderen auch“, sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführerin Ulrike Laux zu den Demonstrierenden. „Die Ost-West-Angleichung fordern wir seit vielen Jahren. Wir hatten schon eine Vereinbarung für die Anpassung bis 2019. Die haben die Arbeitgeber einseitig gekippt. Nach 28 Jahren Wiedervereinigung will ich nicht mehr länger darüber reden. An einer Angleichung der Löhne geht jetzt kein Weg mehr vorbei.“

Laux stellte den Demonstrierenden den Verhandlungsstand vor. Das Angebot der Arbeitgeber erntete lautstarke Buhrufe. Bei einer einmaligen Erhöhung für 26 Monate schwebt ihnen ein Plus von vier Prozent im Westen und sechs Prozent im Osten vor. Auf zwölf Monate gerechnet ergibt das nur 1,85 Prozent mehr für den Westen und 2,7 Prozent für den Osten. „So bekommen wir keine Angleichung hin“, sagte Laux. „Die Lohnlücke beträgt jetzt neun Prozent. Nach diesem Angebot beträgt der Unterschied immer noch acht Prozent. Das Angebot hat die IG BAU-Tarifkommission schwer enttäuscht. Die breite Unterstützung durch die vielen Kolleginnen und Kollegen bei der Demonstration war heute wenigstens ein guter Moment.“

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