Bauen und Wohnen


„Grund und Boden gehören in öffentliche Hand“

Wohnungspolitische Gewerkschaftskonferenz


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
06.09.2018
Eine entschlossenere Politik gegen steigende Mieten hat der DGB auf seiner Konferenz „Wege aus der Wohnraum-Krise“ am Dienstag in Frankfurt am Main gefordert. „Grund und Boden gehören in öffentliche Hand“, bringt der stellvertretende Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers die Forderungen der IG BAU auf den Punkt.

Eine schnell umsetzbare Möglichkeit für die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum in Ballungsgebieten sieht er im Aufstocken von bestehenden Gebäuden. Dafür seien rund 600 000 Immobilien geeignet. Allerdings bremse der Personalabbau bei den zuständigen Ämtern die Genehmigungsverfahren, bemängelte Schäfers.

"Bund, Länder und Kommunen können und müssen mehr tun gegen die Wohnungsnot, denn die Mieten steigen weiter, wie zuletzt sogar das Bundesinnenministerium festgestellt hat. Die öffentliche Hand muss klotzen statt kleckern, um bezahlbaren Wohnraum für Gering- und Durchschnittsverdiener zu schaffen“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell.

Vertreter der IG BAU werden am 21. September beim Wohnungsgipfel im Kanzleramt in Berlin mit am Tisch sitzen. Außerdem beteiligt sich die IG BAU am alternativen Wohngipfel, der unter dem Motto „zusammen gegen #Mietenwahnsinn“ am 20. September in Berlin stattfindet.

Pressemitteilung des DGB: Wohnungspolitik: klotzen statt kleckern!

Zum alternativen Wohngipfel: „Zusammen gegen #Mietenwahnsinn“