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IG BAU erklärt Scheitern der Bau-Tarifverhandlungen


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 23.04.2018
Die Tarifverhandlungen für das Bauhauptgewerbe sind gescheitert. Der Bundesvorstand der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat heute einstimmig beschlossen, das Scheitern zu erklären. Gleichzeitig hat das Gremium vereinbart, dass es zeitnah die Schlichtungsstelle anrufen will.

Vorausgegangen war ein Abbruch der Tarifverhandlungen für rund 800 000 Baubeschäftigte am vergangenen Dienstag. „Die Arbeitgeber waren nicht bereit, sich substanziell zu bewegen. Obwohl die Baubranche boomt wie schon lange nicht mehr und die Betriebe kaum mehr wissen, wie sie der Auftragsflut Herr werden sollen, sind die Arbeitgeber nicht bereit, die Beschäftigten an der Entwicklung fair zu beteiligen“, sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger.

Der Verhandlungsführer und IG BAU-Vize Dietmar Schäfers ergänzte: „Nach fünf vergeblichen Verhandlungstagen und intensiven Diskussionen mussten wir feststellen: Bei dieser Betonhaltung der Arbeitgeber ist keine Einigung möglich.“
Knackpunkt in den freien Tarifverhandlungen war insbesondere der Lohn. Die IG BAU fordert ein Plus von sechs Prozent auf 12 Monate sowie einen Angleichungsschritt im Osten. Dort besteht noch immer eine Lohnlücke von sieben Prozent, die bis 2022 geschlossen sein soll. Dagegen waren die Arbeitgeber nicht bereit, ein Angebot vorzulegen, das der guten wirtschaftlichen Lage der Branche angemessen ist.

Die Tarifparteien sind an ein Schlichtungsabkommen gebunden. Es sieht vor, das die Schlichtungsstelle sieben Tage nach Anrufung der Schlichtung zusammentreten muss. Sie hat dann 14 Tage Zeit, sich zu einigen. Kommt kein Kompromiss zustande, kann der Schlichter einen Schlichterspruch fällen. Schlichter ist der frühere Arbeits- und Wirtschaftsminister Wolfgang Clement. Er hat seit 2007 dieses Amt bereits in vier Tarifrunden innegehabt.

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