Forstwirtschaft und Naturschutz


IG BAU fordert mehr Personal für Brandenburger Waldbrandzentralen


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28.08.2018
Die Waldbrandgefahr bleibt in Brandenburg auch in dieser Woche extrem hoch – und es fehlt an Personal, um die Wälder zu beobachten. Davor warnt die IG Bauen-Agrar-Umwelt. Nach IG BAU-Angaben sind die Waldbrandzentralen nicht ausreichend besetzt.

Die knapp 100 Mitarbeiter in den sechs Zentralen seien derzeit bis zu 60 Stunden am Stück im Einsatz, um die Situation zwischen Lausitz und Prignitz im Blick zu behalten, sagt der stellvertretende Regionalleiter der IG BAU Berlin-Brandenburg, Dirk Kuske. Nach offiziellen Zahlen hat es in Brandenburgs Wäldern seit Jahresbeginn bereits 430 Brände gegeben.

„Wenn Ministerpräsident Woidke davon spricht, die Pflege im Wald sei gewährleistet, dann ist das fernab der Realität“, sagt Kuske. Wegen der dünnen Personaldecke im Landesforst seien teils noch nicht einmal Sturmschäden aus dem vergangenen Jahr beseitigt.

Hinzu kommt: In den kommenden Jahren will die Landesregierung die Zahl der Forstbeschäftigten von derzeit 1.600 auf 1.000 senken. Außerdem soll es nur noch zwei Waldbrandzentralen geben. „Die Großbrände in diesem Jahr zeigen aber, dass wir mehr und nicht weniger Personal im Forst brauchen. Denn Brandschutz reicht von der gesunden Bewirtschaftung der Wälder bis hin zur Beobachtung in den Zentralen“, so Kuske.