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IG BAU fordert Regeln für gleiche Chancen und Teilhabe von Frauen

Equal Pay Day


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 14.03.2018
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) tritt für gleiche Chancen und gleiche, gute Lebensverhältnisse für Frauen und Männer ein. Die zu Recht vielfach kritisierte Entgeltlücke von 21 Prozent bildet die Ungerechtigkeit nur unvollständig ab. Diese Einkommenseinbußen wachsen sich über die lebenslange Erwerbsspanne auf 50 Prozent aus. Im Alter besteht für Frauen deshalb ein besonders hohes Risiko, in Armut abzurutschen.

Die IG BAU fordert anlässlich des Equal Pay Day am kommenden Sonntag, 18. März, die Bundesregierung auf, Rahmenbedingungen so zu setzen, dass Frauen nicht länger benachteiligt werden. Dafür müssen Kinderbetreuung ausgebaut und frauendominierte Berufe angemessen entlohnt werden.

Ein Recht auf befristete Teilzeit muss es auch für Frauen geben, die in kleineren Betrieben arbeiten, damit diese nicht in der Teilzeitfalle landen. Zudem haben sich Minijobs als Irrweg hauptsächlich zu Lasten von Frauen erwiesen. Die Bundesregierung muss diese Rutschbahn in Armut schließen.

„Seit hundert Jahren dürfen Frauen wählen. Doch leider hat das noch nicht dazu geführt, dass Frauen in der Berufswelt gleichgestellt werden. Die Politik hat viel zu lange auf Freiwilligkeit gesetzt. Seit langem steht fest: Das Prinzip der Freiwilligkeit funktioniert nicht. Wir brauchen Regeln. Diese Regeln müssen kontrolliert und Verstöße sanktioniert werden“, sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Ulrike Laux.

„Wer sich mit Maßnahmen wie der Mütterrente aus der Verantwortung stehlen will, hat etwas Wesentliches nicht verstanden. Frauen wollen keine Almosen, sondern sie wollen gleiche Teilhabe. Dafür muss aber die Politik strukturelle Benachteiligungen endlich beseitigten. Es ist ein Armutszeugnis, dass die Einkommenslücke seit Jahren annähernd gleich groß ist. Ein moderner Staat mit einer modernen Wirtschaft kann und darf sich solche Diskriminierungen nicht länger leisten.“

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