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IG BAU ruft Schlichtung an

Tarifrunde im Maler- und Lackiererhandwerk


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 21.08.2018
Die Tarifrunde für das Maler- und Lackiererhandwerk geht in die nächste Eskalationsstufe. Gestern erklärte der Bundesvorstand der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) das Scheitern der Gespräche für die rund 130 000 Maler und Lackierer in Deutschland. Gleichzeitig rief die IG BAU die Schlichtungsstelle an.

Es ist die letzte Chance der Branche, im Verhandlungsweg eine Einigung zu erzielen. Laut Schlichtungsvereinbarung für das Maler- und Lackiererhandwerk wird dabei kein externer Schlichter hinzugezogen, sondern die Verhandlungsparteien stellen je einen Obmann. Für die IG BAU nimmt der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger das Amt wahr.

„Die Beschäftigten sind nicht bereit, länger vertröstet zu werden. Sie wollen endlich an der sehr guten Wirtschaftsentwicklung im deutschen Handwerk beteiligt werden“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende und Verhandlungsführer Dietmar Schäfers. „Die Hinhaltetaktik der Arbeitgeber geht nicht mehr auf. Jeder sieht, dass die Auftragsbücher bald platzen. Wenn die Arbeitgeber nicht endlich aufwachen und die Branchenlöhne an die anderer Handwerksbereiche anpassen, werden sie in kürzester Zeit sehen, wie ihre Beschäftigten die Branche wechseln. Bei der Arbeitsmarktlage hat es keiner mehr nötig, sich für dumm verkaufen zu lassen.“

Die IG BAU hatte die Tarifverhandlungen Anfang August nach der dritten Runde abgebrochen, nachdem die Arbeitgeber ein Angebot vorgelegt hatten, das im Ergebnis gerade einmal die Inflation ausgleichen würde. Für die Monate April bis August soll es demnach gar keine Lohnerhöhung geben. 25 Euro pro Monat sollen das ausgleichen. Erst zum September sollen die Beschäftigten ein Mini-Plus von 2,1 Prozent erhalten und zum September 2019 nochmals 2,65 Prozent.

Die IG BAU fordert dagegen sechs Prozent mehr Lohn sowie ein deutliches Plus bei dem 13. Monatseinkommen.

Die Schlichtung findet am 28. August in Frankfurt am Main statt

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