Gleichzeitig seien auch in diesem Jahr die Versuche der Gewerkschaftsjugenden kriminalisiert worden, Europas größten Naziaufmarsch in Dresden zu blockieren. Dies sei, so die Junge Gewerkschafterin, grotesk in Anbetracht des Ausmaßes, den der Naziterror in den vergangenen Jahrzehnten angenommen habe. Deshalb ruft die Junge IG BAU auch für 2012 wieder zur Blockade des Naziaufmarsches in Dresden auf.
Von der IG BAU-Jugend hin zur Jungen IG BAU
Auch intern hat sich für die Jungen GewerkschafterInnen viel getan. Nach dem Beschluss zur Umbenennung im vergangenen Jahr wurde 2011 die Umsetzung in Angriff genommen. Die breit angelegte Jugendumfrage wurde im Bundesjugendausschuss (BJA) ausge- und bewertet. In Zielgruppenbefragungen wollte die Junge IG BAU wissen: Was erwarten Mitglieder und noch-nicht-Mitglieder von ihrer Gewerkschaft? Auf einem Sonder-BJA wurde ein neues Leitbild der Jungen IG BAU sowie die drei Schwerpunktthemen für die kommenden Jahre verabschiedet.
Qualifikation, unbefristete Arbeitsverhältnisse und Lebensarbeitszeit – die Schwerpunkte der Jungen IG BAU
Für die Junge IG BAU ist klar, dass sich Veränderungen nicht mit Beschlüssen und Forderungen an die Politik herbeiführen lassen. Daher sollen die Schwerpunktthemen vor allem tarifpolitisch angegangen werden. Unter anderem fordern die Jungen GewerkschafterInnen, dass die Kosten der Ausbildung (also auch die Anfahrt zur Berufsschule) von den Arbeitgebern zu tragen sind. Zudem sollen künftig jedem Arbeitnehmer zehn Tage Bildungsurlaub zur Verfügung stehen.
Um der zunehmenden Zahl von befristeten Arbeitsverträgen entgegenzuwirken, soll man künftig innerhalb eines Konzerns nur noch zweimal eine Befristung erhalten. Danach muss ein unbefristeter Arbeitsvertrag folgen. Zudem soll die Ausbildungszeit bereits als befristetes Arbeitsverhältnis anerkannt werden. Wer dennoch nur befristet eingestellt wird, soll künftig eine „Risikozulage“ von zehn Prozent erhalten.
Auch die Frage Lebensarbeitszeit ist bereits für die junge Generation wichtig. Für die Junge IG BAU ist klar: wer mit 60 in Rente will, muss das können. Zur Finanzierung fordert die Junge IG BAU die Einführung eines Renten-Euros. Demnach soll der Arbeitgeber künftig pro geleisteter Arbeitsstunde einen Euro in eine Kasse einzahlen. Der so angesparte Betrag soll spätere Abschläge etc. ausgleichen. Denn „wer ein Leben lang davon profitiert hat, dass sich unsere Kollegen die Gesundheit kaputt gemacht haben, der soll dafür auch zahlen. Das ist vor allem eine Frage von Anstand und Gerechtigkeit“, sagt IG BAU-Bundesjugendsekretär Christian Beck.
Der Prozess hin zur Jungen IG BAU ist damit am Ziel. Sichtbar wurde dies durch den letzten Tagesordnungspunkt: den Beschluss über ein neues Logo. Das gibt es ab Mitte Dezember hier zu sehen.
Junge IG BAU im WEB 2.0
Die Junge IG BAU ist auch in Facebook und auf Twitter zu finden.
Der Auftakt im neuen Jahr
Vom 9. bis 10. Februar findet in Steinbach eine JAV-Konferenz mit dem Schwerpunkt Wahlen 2012 statt.
Im Anschluss lädt die Junge IG BAU zum KickOn 2012 ein. Dort gibt es die Möglichkeit mit den Tarifexperten der IG BAU aktuelle und künftige Tarifpolitik zu diskutieren.
Anmeldungen hierzu bitte per E-Mail an
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