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Letzte Chance auf ein Ergebnis in Verhandlungen

Schlichtung für das Bauhauptgewerbe


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
Berlin, 11.05.2018
Die Schlichtung für die rund 800 000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe wird heute in Berlin fortgesetzt. Schlichter ist der frühere Bundesarbeits- und wirtschaftsminister Wolfgang Clement. Der erste Schlichtungstermin wurde von massiven Protesten von rund 1500 Bauarbeitern in Berlin begleitet.

In der Nacht von Montag, 7. Mai auf Dienstag, 8. Mai 2018 trennten sich die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) sowie die beiden Arbeitgeberverbände der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) ohne entscheidende Annäherung. Die Arbeitgeber waren nicht bereit, ein angemessenes Angebot vorzulegen. Auf zwölf Monate gerechnet boten sie lediglich ein tabellenwirksames Plus von 2,3 Prozent an. Der Vertrag sollte danach eine Laufzeit von 22 Monaten haben und eine Einmalzahlung in Höhe von 400 Euro beinhalten.

Dagegen fordert die IG BAU insbesondere ein Lohnplus von sechs Prozent für eine Laufzeit von einem Jahr. „Der Vorschlag ist gleich in mehreren Punkten völlig unzureichend“, sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende und Schlichtungsführer Robert Feiger.

„Er spiegelt weder die Hochkonjunktur der Branche wider noch zeigt er einen Weg auf, wie die Lohnlücke in Höhe von sieben Prozent zwischen Ost- und Westlöhnen bis zum vereinbarten Termin 2022 geschlossen werden kann. Er enthält weder einen Ausgleich für Fahrzeiten zur Baustelle, noch eine Entwicklung für des 13. Monatseinkommens oder die Übernahme der Ausbildungskosten. So kommen wir nicht zusammen.“

IG BAU-Vize und Bau-Tarifexperte Dietmar Schäfers ergänzte: „Die Schlichtung bietet die letzte Chance, in Verhandlungen zu einem Ergebnis zu kommen. Dafür müssen sich die Arbeitgeber aber deutlich bewegen. Alles andere ist für sie ein Spiel mit dem Feuer. Die Beschäftigten haben zu Recht hohe Erwartungen, und sie sind bereit, diese zur Not auch mit einem Arbeitskampf durchzusetzen. Das haben nicht zuletzt der große Bau-Protest am Montag und die vielen Aktionen in der vergangenen Woche nochmals eindrücklich belegt.“

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