Medien und Presse


Mehr handeln, weniger reden

Erdüberlastungstag


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 01.08.2018
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert die Politik zu einer entschiedeneren Nachhaltigkeits-Strategie auf. Anlässlich des heutigen Erdüberlastungstags sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers: „Brennende Wälder, Stürme, Starkregen mit folgendem Hochwasser – die Zeichen der Natur können nicht deutlicher sein. Der Planet Erde ist erschöpft, weil wir über unsere Verhältnisse leben. Trotzdem passiert nichts.

Im Gegenteil: In diesem Jahr kommt der Erdüberlastungstag so früh wie noch nie! Mit einem ‚weiter so‘ zerstören wir aber unsere Lebensgrundlage. Deshalb muss die Politik jetzt alles daran setzen, umzusteuern. Es muss Schluss damit sein, die Interessen der Wirtschaft vor die der Menschen und der Umwelt zu stellen. Die Vergangenheit hat oft genug gezeigt, dass bei rein freiwilligen Leistungen der Profitdruck stets die guten Absichten verdrängt. Wir brauchen eine neue, ökologische und soziale Prioritätensetzung in allen gesellschaftlichen Bereichen. Dazu zählt nicht zuletzt, dass jede und jeder in der Lage ist, sich ein nachhaltig gestaltetes Leben zu leisten. Wir haben genug Schaufensterreden gehört, es ist höchste Zeit zum Handeln.“

Der Erdüberlastungstag beschreibt den Zeitpunkt im Jahr, an dem der Mensch die natürlichen Ressourcen in einem Ausmaß verbraucht hat, dass es der Erde nicht möglich ist, sich im Rest des Jahres zu regenerieren. Das heißt, die Ressourcen, die ab heute verbraucht werden, gehen zulasten von künftigen Generationen.

Industriestaaten wie Deutschland sind daran deutlich stärker beteiligt als der Rest der Welt. Gleichzeitig profitieren aber auch in den Industrieländern nicht alle im gleichen Maß von dem durch den Ressourcenverbrauch erzielten Wohlstand. Deutschland hat den zweitgrößten Niedriglohnsektor in Europa. Menschen mit so geringen Einkommen können sich aber einen nachhaltigen Konsum schlicht nicht leisten.

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