Medien und Presse - Gebäudereiniger-Handwerk: Erste Verhandlung ergebnislos vertagt

Gebäudereiniger-Handwerk: Erste Verhandlung ergebnislos vertagt


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
Frankfurt, 24.04.2018
In den Verhandlungen um den Rahmentarifvertrag für die rund 600.000 Gebäudereinigerinnen und Gebäudereiniger gingen heute Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks ohne Ergebnis auseinander.

Stur blieben die Arbeitgeber vor allem bei der Forderung der Gewerkschaft nach einem Einstieg in ein Weihnachtsgeld. "Eine Verhandlung über einen Einstieg ins Weihnachtsgeld lehnen die Arbeitgeber erneut kategorisch ab", sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführerin Ulrike Laux. Bereits in den Lohnverhandlungen weigerten sich die Arbeitgeber, einen Weg zum Weihnachtsgeld aufzuzeigen. "Ich erwarte von den Arbeitgebern, dass sie den ganzjährigen Einsatz und die Flexibilität der Beschäftigten würdigen."

Weitere Forderungen der IG BAU sind ein Branchentreue-Bonus für Beschäftigte, die bei Arbeitgeberwechsel derzeit noch ihre tariflichen Ansprüche verlieren. Urlaubstage sollen demnach nicht länger an die Betriebs- sondern künftig an die Branchenzugehörigkeit gebunden sein.

Auch die Eingruppierung von Fachkräften steht zur Debatte.

Das Einführen gewerkschaftlicher Vertrauensleute in der dezentralen Branche mit vielen Objekten, ist der IG BAU besonders wichtig. Dadurch soll das Grundrecht der Beschäftigten auf eine gewerkschaftliche Vertretung gewährleistet werden.

Die Tarifpartner verständigten sich darauf, die Verhandlungen am 5. Juni fortzusetzen


Noch keine Einigung am Verhandlungstisch. © Radix Medien