Bauhauptgewerbe - Einigung für die Neuordnung der Ausbildungsberufe

Einigung für die Neuordnung der Ausbildungsberufe

Baugewerbe

20.02.2019
Bei einem Spitzengespräch mit dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und dem Zentralverband des deutschen Baugewerbes (ZDB) am 19. Februar 2019 konnte eine Einigung für die Neuordnung der Ausbildungsberufe im Baugewerbe gefunden werden.

Auf Grundlage der beschlossenen Eckpunkte wird in den kommenden Wochen bei den zuständigen Stellen das Neuordnungsverfahren für die Ausbildungsberufe des Bauhauptgewerbes beantragt und die Detailarbeit beginnt.

Folgende Punkte wurden verabredet:

  • Die Wochenzahl der überbetrieblichen Ausbildung wird auf 28 Pflichtwochen und zwei Wahlpflichtwochen, zuzüglich neun Wahlwochen festgelegt. Die Wahlpflichtwochen (je eine im zweiten und dritten Ausbildungsjahr) werden nach den persönlichen und betrieblichen Erfordernissen in speziellen Lehrgängen absolviert.
  • Die Abschlussprüfung soll in Form einer „Gestreckten Abschlussprüfung“ (GAP) durchgeführt werden. Teil 1 der Prüfung wird am Ende des zweiten Ausbildungsjahres abgelegt und fließt zu 40 Prozent in die Abschlussnote ein. Die bisherige Zwischenprüfung entfällt.
  • Vorbehaltlich gesetzlicher Rahmenbedingungen ist es Wille der IG BAU, HDB und ZDB, dass Auszubildende, die eine dreijährige Berufsausbildung absolvieren (Spezialbaufacharbeiter), bei Bestehen von Teil Eins der Abschlussprüfung den Abschluss des zweijährigen Ausbildungsbildes (Ausbau,- Hochbau-, Tiefbaufacharbeiter) erhalten.
  • Auszubildende, die in Teil 1 weniger als 55 Punkte erreicht haben, haben zur persönlichen Förderung Anspruch auf eine zweiwöchige Nachqualifizierung an einem überbetrieblichen Ausbildungszentrum.
  • Nach drei Jahren findet eine Evaluierung statt des neuen Ausbildungsprozesses statt.

Durch die getroffenen Vereinbarungen wird die Prüfungssituation für die Auszubildenden künftig entzerrt. Zudem wird der persönlichen und betrieblichen Ausbildungssituation Rechnung getragen. Die Qualität und Attraktivität der Berufsausbildung konnte so gesichert und ausgebaut werden.