Medien und Presse - IG BAU begrüßt Pläne des Bundesarbeitsministers für Grundrente

IG BAU begrüßt Pläne des Bundesarbeitsministers für Grundrente

Maßnahmen gegen Altersarmut


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 04.02.2019
Die IG BAU begrüßt die Pläne von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, die Rente gerechter zu gestalten und Altersarmut zu bekämpfen. „Die Pläne für eine Grundrente sind richtig. Mit den vorgestellten Schritten wird die Rente für viele Menschen mit geringem Einkommen deutlich armutsfester gestaltet. Davon profitieren insbesondere Beschäftigte in von der IG BAU vertretenen Branchen wie der Gebäudereinigung oder der Floristik. Das sind keine Geschenke, sondern Leistungen aus einer Versicherung“, sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger.

„Diese helfen den Betroffenen aus materieller Not im Alter. Der Schritt ist aber auch deshalb so wichtig, weil er das Vertrauen in unser gesetzliches Rentensystem stärkt. Viele Generationen konnten sich darauf verlassen, im Alter versorgt zu sein. Dieses Versprechen wurde in den zurückliegenden Jahren stark ausgehöhlt. Gerade Menschen mit niedrigen Löhnen zahlten zwar jahrelang Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Mit Renteneintritt erhielten sie aber nicht mehr als die Grundsicherung, die auch Menschen bekommen, die nie in die Versicherung eingezahlt haben. Das war ein harter Schlag gegen das Gerechtigkeitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger. Die Grundrente kann diese Fehlentwicklung heilen.“

Nach den Plänen des Bundesarbeitsministers bleibt die gesetzliche Rente die tragende Säule der Alterssicherung in Deutschland. Die neue Grundrente soll für alle Versicherten gelten, die mindestens 35 Jahre Grundrentenzeiten haben. Das sind Beitragszeiten aus Beschäftigung, aber auch aus Kindererziehung und Pflege. Von dieser Regelung werden insbesondere Frauen profitieren. Ziel ist es, dass das Alterseinkommen der betroffenen Versicherten zehn Prozent über dem Grundsicherungsbedarf liegt – so, wie es bereits im Koalitionsvertrag vereinbart worden ist.