Senioren


Nicht nur Fango und Tango

20. IG BAU-Bundesseniorentreffen

IG BAU (Robert Schneider)
IG BAU (Robert Schneider)
26.02.2019
Teil eins des 20. IG BAU-Bundesseniorentreffens in Bad Kissingen war der erste große Höhepunkt in diesem Jahr. 266 Seniorinnen und Senioren aus dem gesamten Bundesgebiet begegneten sich im „Parkhotel Cup Vitalis“, um gemeinsam eine schöne Zeit mit bestem Komfort und Wellness zu genießen.

"Hier ist eine richtige Wohlfühloase, die uns fit für den Alltag macht“, sagte Manfred Steiner aus Braunschweig. Deswegen überrascht es nicht, dass auch für die erste Februarwoche 2020 wieder hier zum Treffen eingeladen wird. Viele der Anwesenden haben sich bereits angemeldet.

Nicht nur mit Fango und Tango wurde das neue Jahr begonnen, sondern auch mit einem regen überregionalen Informationsaustausch. Der traditionelle Gesprächsabend wurde diesmal von Mitgliedern des IG BAU-Bundesseniorenvorstandes gestaltet. Dessen anwesende Mitglieder mit der Vorsitzenden Elke Garbe und der Beauftragten des Bundesvorstandes für die Seniorenarbeit, Eva-Maria Pfeil, nutzen die Gelegenheit, über die vielen Aktivitäten in der IG BAU-Seniorenarbeit zu berichten.

Drei Schwerpunkte der derzeitigen Seniorenpolitik wurden von Peter Behrendt, Mitglied des Bundesseniorenvorstandes für die Region Bayern, vorgetragen und erläutert:

Thema „Wohnen“, das mit einer Million fehlender bezahlbarer Wohnungen eine katastrophale Bilanz der Regierung darstellt und die Vernachlässigung des sozialen Wohnungsbaus in der Vergangenheit aufdeckt. Wir Senioren fordern eine sofortige Förderung von Wohnungsbaugenossenschaften mit Bevorzugung bei der Vergabe öffentlicher Grundstücke.

Wir fordern zum Thema „Gesundheit“ auch eine Pflegeoffensive. Denn fast drei Millionen Menschen brauchen Unterstützung im Alltag. Hier muss der Staat seine Verantwortung übernehmen. Es braucht aber auch geeignete Fachkräfte. Denn wer den Pflegenotstand lösen will, muss auch bereit sein, gute Löhne zu bezahlen. Da unterstützen wir vehement ver.di bei ihren Forderungen.

Zum Thema „Rente“ fordern wir umgehend die gerechte Angleichung „Ost-West“. Zudem muss das Rentenniveau zügig auf 50 Prozent erhöht werden, und ein flexibler Rentenübergang für Menschen, die es nicht bis zur gesetzlichen Altersgrenze schaffen, möglich sein.

Anschließend berichtete Kurt Mösezahl, Mitglied des Bundesseniorenvorstandes für die Region Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen, über die erfolgreichen Seniorenfahrten. Allein aus Sachsen waren 62 Kolleginnen und Kollegen mit in Bad Kissingen.

Zum Abschluss hatten die Anwesenden Gelegenheit, Probleme zu benennen. Franz Josef Müller aus Rheinland-Pfalz ärgert sich sehr, dass er bei gleicher Beschäftigungsdauer von 45 Jahren eine Rentenkürzung mit 63 Jahren von 7,2 Prozent ertragen muss und dass die „Rente mit 63“ seit 2014 ohne Rentenkürzung ausgezahlt wird. Diese ungerechte Rentenberechnung, die ältere Jahrgänge benachteiligt, muss aus Gleichbehandlungsgründen geändert werden. Hier sucht er eine Unterstützung bei der IG BAU.

Auch wurde die notwendige Unterstützung der Älteren bei der Haltearbeit von Mitgliedern, die ins Rentenalter eintreten, angesprochen, und die Rolle der Großeltern bei der Gewinnung der Jugend für die Mitgliedschaft in der Gewerkschaft.

Ein Beitrag unseres Kollegen Peter Behrendt und unserer Kollegin Eva-Maria Pfeil.

Für den zweiten Teil des 20. Bundesseniorentreffens vom 29. Juni bis 6. Juli 2019 in Maierhöfen sind noch Plätze frei. Nachfragen unter: Telefon 069 138261222.

Für den ersten Teil des 21. Bundesseniorentreffens vom 31. Januar bis 6. Februar 2020 in Bad Kissingen werden Anmeldungen ab sofort unter Telefon 0351 2656338 ent-gegen genommen.

Zur Diskussion bereit: (sitzend von links) Kurt Mösezahl, Maria Mögel (Cup Vitalis), Peter Beh-rendt, Elke Garbe sowie (stehend von links) Peter Henseler, Robert Schneider, Eva-Maria Pfeil.

Unserer Kollege Raphael Schiwietz, Vorsitzender des Bezirksseniorenvorstandes Düsseldorf, schrieb nach dem 20. Bundesseniorentreffen folgendes:
Um eine Woche Wellness zu machen, habe ich meine Frau und mich zum diesjährigen Bundesseniorentreffen in Bad Kissingen angemeldet. Bei Ankunft im Hotel Cup Vitalis konnten wir unser Zimmer sofort beziehen, ein schönes Zimmer mit Dusche und Balkon mit Blick über die in ein Tal eingebettete Stadt. Die Wellness Abteilung des Hotels wurde von uns gerne genutzt; Schwimmbad Sauna, Salzgrotte und Grenadierwerk. Jeden Morgen lag eine Tageszeitung des Hotels parat, in der alle Aktivitäten im Hotel und im Ort beschrieben waren, auch die Speisen und der Ablauf des Tages. Bei einer Führung durch Bad Kissingen erfuhren wir viel über Geschichte der historischen Gebäude und Personen, die hier zu Gast waren. Mehrere Kurkonzerte der Staatsbad Philharmonie konnten wir in der Wandelhalle im Kurpark genießen. Bei einer Gesprächsrunde zur Seniorenarbeit wurden Informationen zur Seniorenarbeit gegeben, Ideen gesammelt und erfasst. Es war eine schöne Woche mit vielen Gesprächen unter Freunden und gleichgesinnten. Ich danke den Organisatoren dieser Reise die mit viel Arbeit und Fleiß hier tätig waren und eine Reise mit vielen Extras zu einem guten Preis möglich machten