Forstwirtschaft und Naturschutz


Pläne abgeschwächt – mehr Personal für Waldbrandzentralen

Brandenburger Forstreform: Minister Vogelsänger lenkt ein

Der Protest hat gewirkt, die Landesregierung rudert zurück.
Der Protest hat gewirkt, die Landesregierung rudert zurück. © IG BAU
10.09.2018
Potsdam steuert bei Forstreform um: Der geplante umfassende Stellenabbau in der brandenburgischen Landesforstverwaltung ist vom Tisch. Außerdem soll es keine Aufspaltung in einen Landesbetrieb auf der einen und hoheitliche Aufgaben auf der anderen Seite geben.

IG BAU beruft sich hierbei auf einen neuen Entwurf der Reform, die noch in dieser Woche das Kabinett passieren und dann vom Landtag beschlossen werden soll.

„Statt den Forst kaputt zu sparen, wird es jetzt zusätzliche Fachkräfte und mehr Schutz vor Waldbränden geben – eine gute Nachricht für die Beschäftigten und für die Wälder“, so Dirk Kuske, stellvertretender Regionalleiter der IG BAU Berlin-Brandenburg.

Ursprünglich wollte die Landesregierung das Forstpersonal auf nur noch 1.023 Mitarbeiter im Jahr 2022 zurückfahren. Jetzt ist von 1.150 Beschäftigten die Rede. „Dass die Reform in mehreren Punkten deutlich abgeschwächt wurde, geht nicht zuletzt auf das Drängen der Linkspartei innerhalb der Regierungsfraktionen zurück“, sagt Kuske.

Auch die jüngsten Waldbrände hätten Landwirtschaftsminister Vogelsänger und die Koalition umdenken lassen. Entgegen dem ursprünglichen Entwurf sollen nun 36 neue Stellen zur Prävention von Waldbränden geschaffen werden. Außerdem will Potsdam 60 zusätzliche Waldarbeiter engagieren und Waldpädagogik als zielgerichtete Jugendarbeit erhalten.

„Die Landesregierung hat verstanden, dass zu einer gesunden Forstwirtschaft ausreichend Fachpersonal gehört. Sie sind der beste Schutz für Brandenburgs Wälder – auch was die Waldbrand-Prävention angeht“, so Kuske.