Junge BAU


Realize and Organize


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20.04.2018
Unter diesem Motto trafen sich 15 Studierende und StipendiatInnen der Jungen BAU vom 6. bis 8. April in der Tagungs- und Bildungszentrum Steinbach. Der allgemeinpolitische Punkt „Essener Tafel – Rassismus oder Pragmatismus“ war ein emotional aufgeladenes Thema.

Sicherlich wusste jeder um was es ging, ist dieses Thema doch in den Medien mehr als präsent. Die Hintergründe wurden aufgerollt und auseinander genommen, sprich: Was steckt hinter den Phrasen und Totschlagargumenten? Was steht einem Arbeitssuchenden finanziell mit Hartz 4 zu? Wie verhält sich das bei Geflüchteten? Wie setzen sich die finanziellen Zuwendungen zusammen, und was genau ist die Institution „Tafel“ – wie und warum entstand sie?

Die Teilnehmer brachten es abschließend auf den Punkt: „Das ist doch scheiße, dass die Politik arm gegen arm ausspielt und heuchlerisch den Tafeln die Schuld gibt. Dabei ist es ihr eigenes Staatsversagen, dass die Tafel überhaupt nötig ist.“

Auch aktivierend und zukunftsgerichtet wurde an diesem Wochenende gearbeitet: Die IG Metall-Kollegin Isabella Albert (zuständig für die Koordination der bundesweiten Studierendenarbeit der IG Metall) referierte darüber, wie man gewerkschaftliche Aktivitäten an den Hochschulen plant und durchführt. In einer Arbeitsgruppenphase wurde der Input aktiv umgesetzt.

Die größte Studierendengruppe des Austauschtreffens, die zukünftigen Forstingenieure, plant weitaus größer als nur an der eigenen Hochschule. Eine eigene Veranstaltung nur für Studierende der Forstwirtschaft mit bundesweitem Austausch ist die Idee. In Zusammenhang mit einer engen Zusammenarbeit mit den IG BAU-Fachgruppen in Regionen und Bund, wie auch den Fachschaften an den Hochschulen.

Des Weiteren wurde von den Studierenden selbst Input mitgebracht. So referierte Tobias Dapfer über die Wohnungsnot in Metropolen und alternativen Wohnkonzepten. Lukas Stopfer sprach über die Möglichkeit des Stipendiums bei der Hans-Böckler-Stiftung und deren Voraussetzungen.

Zufrieden beendeten die Studierenden das Austauschtreffen. Sie wollen möglichst in dieser Zusammensetzung weiterarbeiten und hoffen auf weitere Unterstützung der anderen IG BAU-Studierenden.

Ein Beitrag unserer Kollegin Natascha Ponczeck