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Revision der Entsenderichtlinie

IG BAU begrüßt Zustimmung zur sozialeren Entsenderichtlinie


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 29.05.2018
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) begrüßt die Zustimmung des Europäischen Parlaments zu der überarbeiteten Entsenderichtlinie. „Europa wird sozialer. Mit ihrer Zustimmung signalisieren die Europa-Parlamentarier, dass sie die Menschen in der Union wieder in den Blick nehmen. Das ist dringender denn je.

Immer stärker wird der Rechtsruck quer durch Europa, weil sich viele von der Politik nicht mehr mitgenommen fühlen. Um die europafeindlichen Kräfte einzudämmen, muss Brüssel auf dem eingeschlagenen Weg für ein soziales Europa bleiben und seinen Worten weitere Taten folgen lassen“, sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger.

Mit der überarbeiteten Entsenderichtlinie verbessert sich die grenzüberschreitende Arbeit vieler Beschäftigter. Sie schützt innerhalb der EU entsandte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer besser vor Ausbeutung und erschwert Briefkastenfirmen und anderen kriminellen Geschäftemachern das Handwerk.

Der in einem aufwändigen Verhandlungsverfahren erzielte Kompromiss besagt unter anderem, dass entsandte Beschäftigte das Recht auf gleiche Mindestarbeitsbedingungen haben wie alle anderen Arbeitskräfte vor Ort auch. Ihr Anspruch geht dabei über den jeweiligen Mindestlohn hinaus. So profitieren sie ebenfalls von Sonderzahlungen oder Zuschlägen. Sie haben Anspruch auf Zulagen für Reise-, Unterkunfts- und Verpflegungskosten, die ihnen aufgrund der Entsendung entstehen.

Darüber hinaus können die Mitgliedstaaten die Anwendung von Tarifverträgen auf entsandte Arbeitnehmer in ihre Gesetzgebung aufnehmen.

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