Gartenbau und Floristik


Sondierungsgespräch ohne Annäherung in Kassel

Tarifinfo Floristik


© IG BAU
13.12.2018
Nach dem Sondierungsgespräch am 6. Dezember 2018 für die kommenden Tarifverhandlungen in der Floristik liegen die Vorstellungen der Arbeitgeber noch weit von unseren Forderungen entfernt.

Unsere Forderungen lauten:
> 6,5 Prozent mehr Lohn
> Angleichung der Entgelte Ost und West ab 01.01.2019
> Laufzeit 12 Monate

Warum genau diese Forderungen? Die Floristik ist immer noch eine Niedriglohnbranche. Eine Entgelterhöhung um 6,5 Prozent ist daher ein wichtiger Schritt, um den Niedriglohnsektor langsam zu verlassen. Die Niedriglohngrenze wäre sogar erst bei einem Ecklohn von derzeit 12,85 Euro im Westen erreicht.

Das Leben wird teurer. Die Löhne müssen diese Entwicklung mitmachen. Die Floristik hat sogar noch einiges nachzuholen, um ein gutes Auskommen zu ermöglichen. Für eine Angleichung der ostdeutschen Entgelte ist es nach 30 Jahren endlich Zeit. Hier müssen sich die Arbeitgeber kräftig bewegen.

Ab 1. Januar 2019 gilt der neue Mindestlohn von 9,19 Euro, der im Osten sogar den Ecklohn für eine ausgebildete Floristin „überholt“. Das ist keine Wertschätzung der kreativen und anstrengenden Arbeit unserer Kolleg_innen! Unsere Forderungen sind mehr als berechtigt und notwendig, um Armutsrenten zu verhindern!

In dem Sondierungsgespräch in Kassel lagen die Vorstellungen der Tarifkommission der Arbeitgeber noch sehr weit von unseren Forderungen entfernt. Das kommende Verhandlungsgespräch am 18. März 2019 wird zeigen, inwieweit die Arbeitgeber bereit sind, auf unsere Forderungen einzugehen.