Tarife


Steine- und Erdenindustrie Neuwied: Arbeitgeber legen unzureichendes Angebot vor!


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 04.05.2018
Am 3. Mai 2018 fand in Höhr-Grenzhausen die erste Tarifverhandlung zum Entgelttarifvertrag für die Beschäftigten der Steine- und Erdenindustrie Neuwied statt. Die Tarifkommission der IG BAU hat ihre nachstehenden Forderungen vorgetragen und begründet:
  • Erhöhung der Entgelte um 5,4 Prozent, mindestens jedoch 100 Euro bezogen auf die Entgeltgruppe 6, für eine Laufzeit von 12 Monaten.
  • Differenzierungsklausel – Vorteile ausschließlich für Mitglieder der IG Bauen-Agrar-Umwelt.
  • Deutliche Anhebung der Ausbildungsvergütungen.

Nach einer intensiven Diskussion zur wirtschaftlichen Situation in den Branchen legten uns die Arbeitgeber ein erstes, offizielles, aber unzureichendes Angebot auf den Tisch:

  1. . Der neue Tarifvertrag soll eine Laufzeit von 24 Monaten ab 1. Juli 2018 haben.
  2. Die Entgelte sollen
    - ab 1. Juli 2018 bis zum 30. Juni 2019 um 2,2 Prozent und
    - ab 1. Juli 2019 bis zum 30. Juni 2020 um weitere 2,0 Prozent steigen.
  3. Der Forderung nach überproportionaler Anhebung der Ausbildungsvergütung stehen die Arbeitgeber nicht negativ gegenüber.
  4. Die Forderung nach einer Differenzierungsklausel für Gewerkschaftsmitglieder wird von den Arbeitgebern kategorisch (No-Go) abgelehnt.

Die Tarifverhandlungen werden am 8. Juni 2018 in Höhr-Grenzhausen fortgesetzt.