DGB-Bundeskongress 2018


Top-Thema Wohnungsnot


© GDB/Simone Neumann
Berlin, 17.05.2018
Fehlende Wohnungen für Normalverdiener und erst recht fehlende Sozialwohnungen waren ein wichtiges Thema beim 21. Parlament der Arbeit in Berlin. Die Delegierten unterstützten die Forderung an die Politik mehr für den Bau von bezahlbaren Wohnungen zu tun. „Wohnen ist ein Menschenrecht und, Kolleginnen und Kollegen, der Mangel an bezahlbaren Wohnungen ist der größte soziale Sprengstoff, den wir in den nächsten Jahren vor uns haben, und dieses Signal sollten wir klar senden“, sagte IG BAU-Chef Robert Feiger.

„Der Bund muss seiner Verpflichtung nachkommen, genügend Mittel für den sozialen Wohnungsbau und auch für bezahlbaren Wohnraum zu stellen.“

Er kritisierte, dass die Große Koalition faktisch die Aufwendungen für den sozialen Wohnungsbau reduziert, nämlich um eine halbe Milliarde pro Jahr in den Jahren 2020 und 21.

„Die Regierung hat das Ziel in dieser Legislaturperiode 1,5 Millionen Wohnungen bauen zu wollen. Das ist durchaus ein sportliches Ziel. Wir sind momentan so in der Größenordnung 300.000 bis 320.000. Aber man braucht kein Mathematikstudium, um zu errechnen, wenn ich Investitionen in diesem Bereich reduziere, dann wird zum Schluss nicht das Doppelte an Wohnungen heraus kommen; so klug sind wir auch, und deswegen appellieren wir an der Stelle: Nehmt hier Geld in die Hand, nehmt Eure soziale Verantwortung wahr.“