Eine Schule für Tanzania


„Unsere“ Primary School: Aktiver Baustein im tansanischen Bildungssystem…

Sabine Katzsche-Döring dankt den Anwesenden für ihr Engagement.<br />
Sabine Katzsche-Döring dankt den Anwesenden für ihr Engagement.
 © IG BAU
Mnazi (Tansania), 24.11.2017
Anfang November besuchten das Projektteam, bestehend aus unserer Kollegin Sabine Katzsche-Döring, unserem Kollegen Johannes Weinig (beide aus dem Bezirksvorstand Ostwestfalen-Lippe), Abel Pallangyo (Ingenieur der Universität Daressalam) und Ahadiel Sekumbo (Projektkoordinator) die Primary School Langata Ndoiye in Mnazi.

Mit dabei Vertreter der Region Tanga, der Leiter der Schulbehörde Simon Ngonzia (Education Officer) und mehrere Bürgermeister aus den umliegenden Orten der Schule. Gemeinsam wurden die mit der Unterstützung der IG BAU-Stiftung "Soziale Gesellschaft – Nachhaltige Entwicklung" letzten baulichen Maßnahmen begutachtet: Eine ausreichende Anzahl an Toiletten mit Handwaschbecken, die mit gespeichertem Regenwasser versorgt werden.

Die Besucherinnen und Besucher besichtigten auch die im Bau befindlichen Schlaftrakte (Boarding). Das Geld hierfür wurde von der neugewählten tansanischen Regierung zur Verfügung gestellt, damit Kinder von weiter entfernten Orten ebenfalls künftig zur Schule gehen können. Insgesamt 160 Schülerinnen und Schüler sollen in Zukunft dort untergebracht werden. Damit ist Langata Ndoiye die erste öffentliche Primary School mit Internatsbetrieb in der Tangaregion.

Nach einer Besichtigung stellte Schulleiter Dahabu im Rahmen eines Festaktes den aktuellen Stand vor: Rund 340 Schüler/innen besuchen die Schule. in diesem Jahr wurde der zweite Jahrgang entlassen, und viele der knapp 40 Schüler/innen haben so gute Leistungen, dass sie die Berechtigung erlangt haben, weiter auf eine Secondary School zu gehen. Die Schule selbst soll nach Willen der Regierungsstellen künftig Sport als einen Schwerpunkt haben. Hierfür will die tanzanische Regierung ab 2018, wenn das neue Schuljahr startet, ausreichend Lehrkräfte einstellen.

Viele gute Nachrichten aus „unserer“ Schule. Alle Beteiligten waren sich einig, dass diese Infrastrukturmaßnahme für die Bildung nur in einem demokratischen Prozess funktioniert: Regierung, lokale Behörden, Lehrer und Eltern. Die finanzielle Grundlage für dieses Bildungsprojekt wurde maßgeblich von der der Stiftung "Soziale Gesellschaft – Nachhaltige Entwicklung" der IG BAU gelegt. Auch die deutsche Botschaft in Dar es Salaam ist von diesem Projekt überzeugt und hat Sachmittel für die Schule bereitgestellt.

Wie geht es weiter? Dringender Wunsch seitens der Schule ist eine Mensa mit eigener Küche und weitere Infrastrukturbauten.

Eine neue Herausforderung für das Projektteam – Lösungen und Sponsoren müssen gefunden werden, um diese Wünsche mittel- und langfristig umzusetzen.

Unsere beiden IG BAU-KollegInnen sind wieder zurück in Ostwestfalen-Lippe, sie können der Stiftung berichten, dass mit dem Schulprojekt Mnazi ein nachhaltiger Beitrag zur Verbesserung der Bildungssituation in Tansania geleistet wurde:

Hilfe zur Selbsthilfe funktioniert!

Rundgang auf dem Schulgelände.

Einer von zwei Schlaftrakten, die gerade gebaut werden.