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„Vergiftetes“ Arbeitgeberangebot: IG BAU lehnt ab

Tarifverhandlungen Bauhauptgewerbe vertagt


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
Berlin, 01.03.2018
Nach zweitägigen, schwierigen Gesprächen haben die Industrie-gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und die Arbeitgeberverbände Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) sowie Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) die Tarifverhandlungen für die rund 800.000 Baubeschäftigten vertagt. Neuer Verhandlungstermin ist der 16./17. April in Leipzig.

„Die Gespräche standen kurz vor dem Scheitern“, betonte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende und Verhandlungsführer Dietmar Schäfers. „Dennoch haben wir zur Vermeidung eines drohenden Arbeitskampfes im deutschen Baugewerbe einem weiteren Verhandlungstermin zugestimmt, um einen letzten Versuch für eine Einigung zu starten.“

Klar wurde in den bisherigen Verhandlungen, dass die Arbeitgeber nicht gewillt sind, die Beschäftigten am Bau an der guten Konjunkturlage der Branche teilhaben zu lassen. Ein von ihnen vorgelegtes Angebot sah für die Beschäftigten im Westen maximal eine tabellenwirksame Lohnerhöhung von 1,65 Prozent für zwölf Monate vor, für die Beschäftigung im Osten sollten noch 1,35 Prozent Ost-West-Angleichung oben drauf – allerdings ohne 13. Monatseinkommen, ohne Regelung zur Übernahme der Ausbildungskosten, ohne einen Schritt in Richtung Arbeitszeit gleich Wegezeit.

„Dieses ,vergiftete‘ Angebot ist unakzeptabel. Wir haben die Verhandlungen vertagt, um den Arbeitgebern die Möglichkeit zu geben, die Verhältnisse in ihren Verbänden zu klären. Bei der nächsten Verhandlung erwarten wir ein ordentliches Angebot“, so Schäfers.

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