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75 Jahre Kriegsende: IG BAU fordert Verbot von Atomwaffen in Deutschland

Robert Feiger
© IG BAU (Alexander Paul Englert)
06.05.2020
Pressemitteilungen 2020

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) gedenkt zum 75. Jahrestag des Kriegsendes in Europa (am 8. Mai 2020) der Millionen Opfer faschistischer Gewalt.

„Deutschland als Land der Täter trägt eine besondere Verantwortung für den Erhalt des Friedens. Nie wieder darf von Deutschland ein Krieg ausgehen. Dieser Grundsatz muss Maxime allen politischen Handelns bleiben“,

sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger.

„Wir fordern deshalb ein Ende der Stationierung von US-Atomwaffen in Deutschland. Im Ernstfall müssten deutsche Piloten diese Atombomben abwerfen. Deutsche würden erneut Tod und Leid über unzählige Menschen bringen. Jüngst hat Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer für diesen Zweck den Kauf atombombenfähiger F-18 US-Kampfjets angekündigt. Dreißig Jahre nach dem Ende des Kalten Kriegs ist eine so herbeigeführte Zementierung der atomaren Abschreckung der falsche Weg. Das Geld für die Aufrüstung wäre besser in die Bekämpfung von Covid-19 und der weltweiten Pandemie-Folgen investiert. Ministerin Kramp-Karrenbauer muss auf Abrüstung der US-Atomwaffen setzen, sonst blockiert sie auf unabsehbare Zeit andere Formen der Friedenssicherung. Atomwaffen auf deutschem Territorium müssen verboten werden.“

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte angekündigt, Bundeswehr-Jets durch US-Kampfflugzeuge ersetzen zu wollen. In der Kritik steht insbesondere der geplante Kauf von F-18-Bombern. Diese können mit US-Atombomben bestückt werden. In Deutschland sind weiterhin solche US-Atomwaffen stationiert.


75 Jahre Kriegsende: IG BAU fordert  Verbot von Atomwaffen in Deutschland