Carsten Burckhardt
© IG BAU (Alexander Paul Englert)
27.03.2020
Pressemitteilungen 2020

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert einen Schutzschirm für Auszubildende am Bau. Insbesondere überbetriebliche Ausbildungszentren müssen Zuschüsse oder Beihilfen erhalten, damit dort junge Menschen ihre Ausbildung vervollständigen können.

Fachkräfte am Bau waren schon vor der Corona-Krise gesucht. Ihr Fachwissen wird bald noch wichtiger. Eine funktionierende Bauwirtschaft ist Voraussetzung für das schnelle Ankurbeln der Wirtschaft. Die IG BAU fordert gleichzeitig aber, dass die Mittelzuweisung aus einem staatlichen Schutzschirm an Bildungszentren davon abhängig ist, dass das Kurzarbeitergeld der dort Beschäftigten auf mindestens 80 Prozent aufstockt wird.

„Um Infektionen mit Covid-19 flächendeckend zu reduzieren, sind Bildungseinrichtungen geschlossen. Das ist richtig, weil Gesundheit vorgeht. Dennoch darf die Politik die Belastung aufgrund der fehlenden Einnahmen hier nicht vergessen. Ausbildungszentren sind eine wichtige Stütze für die Bauwirtschaft und damit für unsere Konjunktur. Gerade kleine und mittlere Betriebe brauchen diese Einrichtungen, um auch in Zukunft Profis am Bau zu finden. Deshalb ist ein staatlicher Schutzschirm notwendig, der den Fortbestand der Zentren sichert.“,

sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Carsten Burckhardt.

„Gleichzeitig geht es aber auch um die Mitarbeiter der Ausbildungszentren. Durch deren Schließungen sind sie in Kurzarbeit und erleiden erhebliche Einkommenseinbußen. Das geht nicht. Wer Hilfe erwartet, muss auch bereit sein, anderen zu helfen. Deshalb muss bei der Auszahlung von Staatsmitteln verbindlich festgelegt werden, dass nur solche Ausbildungszentren Mittel aus dem Schutzschirm erhalten, die ihren Mitarbeitern das Kurzarbeitergeld auf mindestens 80 Prozent aufstocken.“




IG BAU: Ausbildung am Bau vor Krisenfolgen absichern.