SVLFG
Die blauen Sonnenschutztaschen der SVLFG und BG BAU sowie das Informationsmaterial des Projektes Klim_AGS.
07.07.2020
Forst- und Agrarwirtschaft

Mit großem Aufwand und Risiko machten sich rumänische Erntehelfer*innen trotz Corona auf den Weg, um in der deutschen Landwirtschaft zu arbeiten. Schnell zeigte sich, dass sich bei einigen Betrieben die Anerkennung gegenüber den Beschäftigten in Grenzen hielt.

Zahlreiche Medienberichte zeugen von unhaltbaren hygienischen Zuständen und groben Verletzungen der Rechte dieser Menschen. Grund genug für ein Team aus Fachstelle Migration und gute Arbeit und dem Berliner Beratungszentrum für Migration und Gute Arbeit (BEMA) von Arbeit und Leben Berlin-Brandenburg und dem PECO-Institut mit Unterstützung der IG BAU Region Berlin-Brandenburg ihre Aufklärungsaktionen auf Brandenburger Feldern auch in diesem Jahr durchzuführen.

Unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen und im verkleinerten Team wurden am 8. und 9. sowie am 24. Juni Saisonbeschäftigte auf den Spargel- und Erdbeerfeldern angesprochen und mit Informationsmaterial sowie Kontaktdaten der muttersprachlichen Beratungsstellen versorgt. In den Gesprächen zeigte sich, dass viele Beschäftigte mit der Umsetzung der betrieblichen Maßnahmen zum Infektionsschutz weitgehend zufrieden waren. Größere Unsicherheit zeigte sich bei der Einhaltung der arbeitsrechtlichen Bestimmungen. Der Akkord sei dieses Jahr besonders niedrig und viele gingen davon aus, am Ende der Saison nicht den ihnen zustehenden Lohn zu erhalten.

Auf großes Interesse trafen die blauen Sonnenschutztaschen der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenba (SVLFG) und Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) sowie das Informationsmaterial des Projektes Klim_AGS (Foto). In den Gesprächen zeigte sich, dass die Risiken durch Hitze und Sonneneinstrahlung bei Arbeiten im Freien nach wie vor unterschätzt werden.

PECO
Kolleg*innen von BEMA, PECO und IG BAU informierten Erntehelfer*innen in Brandenburg.