Baustelle
(Foto: Mark Boss / Unsplash)
27.08.2021
Pressemitteilungen 2021

Tarifverhandlungen im Bauhauptgewerbe: Keine Einigung in wichtigen Punkten. Einkommenserhöhung und Wegezeit werden im September verhandelt.

"Die Arbeitgeber*innen im Bauhauptgewerbe haben heute eine große Chance vertan, wir hätten uns auf ein großes Zukunftspaket einigen können, das beiden Partnern nützt", sagen der Bundesvorsitzende der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Robert Feiger und das Bundesvorstandsmitglied Carsten Burckhardt am Schluss der heutigen Tarifverhandlungen. Auf dem Tisch lag ein Einigungsvorschlag unter anderem zu den Themen Mindestlohnstruktur, Mindesturlaubsvergütung und Erschwerniszuschläge. "Die Vorschläge dazu haben auch uns alles abverlangt, aber wir wären damit einverstanden gewesen. Die Arbeitergeber*innen hingegen haben die über neun Monate erarbeiteten Kompromissvorschläge als unsere Position betrachtet und wollten noch weitere Kürzungen zu unseren Ungunsten. So funktioniert der Umgang miteinander nicht, darauf fallen wir nicht rein", sagen die Vorstandsmitglieder. Sie sind sich sicher, dass diese Themen, die teilweise auch Europarecht berühren, irgendwann wieder auf der Tagesordnung erscheinen. "Und dann kann es nur teurer werden."
 
Nun wird Ende September in einer weiteren Runde über die noch anstehenden Themen Einkommen - die IG BAU fordert eine Erhöhung um 5,3 Prozent -, Ost-West-Angleich und eine Weiterentwicklung bei der Wegezeitentschädigung weiter verhandelt. Noch immer ist es so, dass die Beschäftigten für die oftmals langen Anfahrten zu den Baustellen nicht bezahlt werden, sie haben auch keinen Einfluss auf ihre Einsatzorte. "Jetzt müssen sich die Bauunternehmen bewegen, immer nur nein sagen ist keine Lösung. Wenn alles nichts hilft, dann geht es in die Schlichtung und eventuell in den Arbeitskampf. Wir wissen, unsere Beschäftigten verlieren  langsam die Geduld", so Feiger und Burckhardt abschließend. 

IG BAU: "Bauunternehmer haben große Chance vertan"

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