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(Bild: PECO-Institut)
07.03.2022
E wie Ehrenamt

Das Superwahljahr 2021 für Landes- und Bundespolitik liegt hinter uns und wir sind im Superwahljahr 2022 angekommen, in dem neue Betriebsrät*innen gewählt werden und in der Gewerkschaft die Wahlen auf Bezirks- und Bundesebene anstehen.

Das stellt uns vor deutliche Herausforderungen. Die vergangenen zwei Jahre waren geprägt von den Auswirkungen der Pandemie. Kurzarbeit, eigene Krankheit oder die Krankheit von Angehörigen, persönliche Verluste und eingeschränkte Sozialkontakte haben für viele Veränderungen gesorgt: Das Leben ist anstrengender geworden. Und hätte uns das jemand im Jahr 2019 gesagt, wäre mit Sicherheit von vielen Seiten ein „Wie jetzt, noch anstrengender?!“ gekommen. Die Unsicherheiten, die Corona auf vielen Ebenen mit sich gebracht hat, haben uns alle auf ganz unterschiedliche, aber meist sehr starke Weise betroffen. Und eben diese Unsicherheiten, wie etwa die Frage danach, ob die eigene Familie in den kommenden Wochen genügend Geld für die Miete und ausreichend Lebensmittel zur Verfügung hat, wie sich der Schulausfall auf das Leben unserer Kinder auswirkt und ob der eigene Arbeitsplatz die Pandemie übersteht, hat uns schlaflose Nächte bereitet und tut dies bei vielen noch immer.

Unsicherheiten befördern seit ehedem undemokratisches Wahlverhalten. Sind wir ehrlich mit uns selbst, dann wissen wir, dass gerade in Gewerkschaften der Anteil von AfD-Wähler*innen höher liegt als uns lieb ist und (zu) viele Gewerkschaftsmitglieder auch rassistischen und anderen diskriminierenden Meinungen zustimmen. Das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite ist auch klar, wie schwer es ist, sich aktiv gegen Rassismus und andere verletzende und abwertende Äußerungen zu stellen. Dem Arbeitskollegen, der Arbeitskollegin aktiv zu widersprechen braucht nicht nur Mut, sondern auch das Wissen über das „Wie“. Für unsere Kolleg*innen einzutreten, die Diskriminierung erfahren, ist Teil des gewerkschaftlichen Selbstverständnisses. Wir vom "Team Demokratie" im PECO-Institut wollen genau darüber mit Euch ins Gespräch kommen. Und dafür entwickeln wir gerade neue Projekte, zu denen wir Euch einladen möchten. Damit wir aber auch daran arbeiten, was Euch interessiert, sind wir auf Infos von Euch angewiesen. Kommt auf unsere Kanäle bei Facebook oder Instagram und schreibt uns die Themen in die Kommentare, schickt uns eine Mail an [Bitte aktivieren Sie Javascript] oder sprecht uns persönlich an. 

Welches Thema möchtest Du mit uns besprechen?

  • Aktiv gegen Rassismus
  • Was wollen Nazis eigentlich und wie erkenne ich sie?
  • Wie kann ich meine*n Kolleg*in unterstützen, die*der angegriffen wird?
  • In meinem Betrieb wird diskriminiert, was kann ich tun?
  • Ich werde diskriminiert, was kann ich tun?
  • Arbeitsrecht und Diskriminierung, wie geht das zusammen?

Wir haben außerdem unser Projekt "Die Mitmachscouts", dass in diesem Jahr für alle gewerkschaftlich Aktiven in Hessen und in Niedersachsen angeboten wird. Hier wollen wir mit Euch ganz aktiv Projekte für Eure Betriebe planen, wie wir uns gemeinsam für ein solidarisches Miteinander ohne Ausgrenzung einsetzen können. Meldet Euch jetzt an unter [Bitte aktivieren Sie Javascript] und schaut gerne auf unsere Homepage www.mitmachscouts.de.

Wir freuen uns auf viele tolle Teilnehmende und einen spannenden Austausch mit Euch!

Für unsere beiden Projekte stehen auch schon die ersten Termine fest:

  • Demokratie BAUen: 13. bis 15. Mai in der Region Nord für alle Gewerkschaftsmitglieder
  • Mitmachscouts: 17. bis 19. Juni für alle gewerkschaftlich Aktiven in Hessen und Niedersachen

Das Peco-Institut ist eine Tochter der IG BAU und entwickelt für Euch Projekte und Angebote rund um die Themen Demokratie, Solidarität und Nachhaltigkeit. Wir arbeiten für Euch und all unsere Angebote sind für Gewerkschaftsmitglieder natürlich immer kostenfrei. 

Mehr Infos zu uns und unserer Arbeit findet ihr auf unserer Homepage sowie unseren Kanälen auf Facebook und Instagram.