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Diskriminierung: Viele Fälle finden im Arbeitsleben statt

Behinderung
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MabelAmber / Pixabay

17.08.2022
Arbeit

Ihren Jahresbericht für 2021 hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes in dieser Woche veröffentlicht. Die Zahl der hierzulande gemeldeten Fälle von Diskriminierungen bleibt leider auf hohem Niveau.

Insgesamt gab es 2021 mehr als 5600 Beratungsanfragen an die Antidiskriminierungsstelle, die mit einem vom Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) geschützten Diskriminierungsmerkmal zusammenhingen. Die meisten Fälle (37 Prozent) bezogen sich auf rassistische Diskriminierungen. Diskriminierungen aufgrund einer Behinderung oder einer chronischen Krankheit mach 32 Prozent der Fälle aus. Bei 20 Prozent ging es um Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts, bei zehn Prozent um das Alter, bei neun Prozent um Religion und Weltanschauung sowie bei vier Prozent um die sexuelle Identität.

Besonders häufig wurden Diskriminierungserfahren beim Zugang zu privaten Dienstleistungen gemacht: 33 Prozent. Gleich darauf folgt das Arbeitsleben, in dem sich 28 Prozent der gemeldeten Fälle abspielten. 37 Prozent der Fälle fanden wiederum in Lebensbereichen statt, die nur teilweise oder gar nicht durchs AGG geschützt sind, etwa im Umgang mit Ämtern, Polizei und Justiz, im Bildungsbereich, in den sozialen Medien und im öffentlichen Raum, wo Betroffene Benachteiligungen, diskriminierende Beleidigungen und Gewalt erleben mussten.