Heizung
(Foto: Skitterphoto / Unsplash)
03.08.2022
Pressemitteilungen 2022

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck drosselt die Förderung für Energiespar-Sanierungen. Er macht – trotz Energiekrise – Ernst mit der Reform für die sogenannte Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Wer also das Fenster oder die Heizung austauschen möchte, bekommt dafür künftig weniger Zuschüsse. Dazu erklärt der Bundesvorsitzende der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, IG BAU-Chef Robert Feiger:

"Deutschland baut und saniert sich nicht von alleine. Steigende Bauzinsen, anhaltende Knappheit und anziehende Preise beim Baumaterial, nach wie vor eine unübersichtliche Flut bei den Bauvorschriften – die Hürden, Häuser auf eine bessere Energieeffizienzstufe zu hieven, sind enorm. Gleichzeitig wächst der Druck, bei den Gebäuden Heizkosten zu sparen. In dieser kritischen Phase dem Energiespar-Engagement einen Dämpfer zu geben, wirkt wie eine 'energiepolitische Blutgrätsche'. Habeck will, dass der Thermostat an der Heizung heruntergedreht wird. Gleichzeitig dreht er an der Schraube, die das Heizen effektiv macht.

Der Staat muss erkennen, dass es gerade beim Wohnungsbau eine Zeitenwende gibt: Es werden mehr Anreize gebraucht, nicht weniger. Das gilt für den Neubau genauso wie für den Umbau, fürs energetische und altersgerechte Sanieren. Immer mehr Bauprojekte werden auf Eis gelegt. Und das in einer Phase, in der Deutschland eine enorme Zuwanderung erlebt – und damit vor allem auch einen gewaltigen Bedarf an zusätzlichen Sozialwohnungen hat. Bund und Länder müssen neue Förderkonzepte für den Wohnungsbau auf die Beine stellen. Das bedeutet für ihre Haushalte im kommenden Jahr bereits eine drastische Intensivierung der Unterstützung des Wohnungsbaus, bei der kein Förderinstrument Tabu sein darf. Jetzt die Energiespar-Förderung zu drosseln, ist kontraproduktiv. Es wirkt wie aus der Zeit gefallen."