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Gewerkschafter Carsten Burckhardt ins EFBH-Präsidium gewählt

Carsten Burckhardt
© IG BAU (Alexander Paul Englert)
07.11.2019
Pressemitteilungen 2019

Der deutsche Baugewerkschafter Carsten Burckhardt ist heute in das Präsidium der Europäischen Föderation der Bau- und Holzarbeiter (EFBH) gewählt worden. Burckhardt, der auch Mitglied im Bundesvorstand der IG BAU ist, wurde von der EFBH-Generalversammlung in Wien für das Amt bestimmt.

Die EFBH und ihre Mitgliedsorganisationen seien ein Garant dafür, dass es in Europas Arbeitswelt von morgen fair zugehe, sagte der 46-Jährige. „Aber gute Löhne und faire Arbeitsbedingungen sind nur mit Tarifverträgen machbar. Andernfalls droht gerade in der Bau- und Forstwirtschaft ein verschärftes Lohn-Dumping.“ Europaweit müsse daher die Devise „gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort“ gelten.
 
Burckhardt forderte die EU-Politiker außerdem dazu auf, die digitale Transformation in der Arbeitswelt im Sinne der Beschäftigten zu gestalten. „Digitale Technologien müssen etwa auf dem Bau dazu dienen, physische und psychische Belastungen zu vermindern. Sie dürfen nicht Ängste um den eigenen Arbeitsplatz schüren“, so der Gewerkschafter weiter. Zudem seien massive Investitionen in die Qualifikation der Beschäftigten nötig, um niemanden auf dem Arbeitsmarkt von morgen zurückzulassen.
 
Die EFBH vereinigt mehr als 70 europäische Gewerkschaften aus der Bau- und Forstwirtschaft, der Holzindustrie und verwandten Branchen. Auf der alle vier Jahre tagenden EFBH-Generalversammlung werden das Präsidium und der Generalsekretär gewählt. Außerdem geht es um den Beschluss der Leitlinien für die Arbeit der kommenden Jahre. In diesem Jahr findet die Generalversammlung vom 7. bis 8. November in Wien statt.

Gewerkschafter Carsten Burckhardt ins EFBH-Präsidium gewählt.

EFBH
Von links: Johan Lindholm (Präsident), Janna Mud (Dritter Vize-Präsident), Brahim Hilami (Zweiter Vize-Präsident), Tom Deleu (Generalsekretär), Carsten Burckhardt (Erster Vize-Präsident).