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Halbjahres-Bilanz: Zoll deckt Schaden von 214 Millionen Euro durch Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung auf

Robert Feiger
© IG BAU (Alexander Paul Englert)
17.12.2019
Pressemitteilungen 2019

Der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Robert Feiger, hat die bundesweite Einrichtung von speziellen Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung gefordert. Die Strafverfolgung dieser kriminellen Machenschaften müsse schneller und effizienter werden.

Feiger verwies auf aktuelle Zahlen des Bundesfinanzministeriums, die der IG BAU vorliegen. Danach hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) allein auf dem Bau im ersten Halbjahr bei bundesweit rund 6 900 Kontrollen eine Schadenssumme von nahezu 214 Millionen Euro aufgedeckt. Robert Feiger: „Das Ausmaß der hinterzogenen Steuern und vorenthaltenen Sozialabgaben zeigt, wie wichtig regelmäßige Kontrollen sind. Notwendig sind aber auch schnellere Verfahren und vor allem abschreckende Strafen für die ‚schwarzen Schafe‘ der Wirtschaft“.
 
Wer sich durch illegale Beschäftigung Vorteile verschaffe, gefährde den Wettbewerb. Hier sei ein entschlossenes Handeln notwendig. Robert Feiger: „Dazu gehört auch, Schwarzarbeit konsequent als Straftat zu ahnden. Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung sind keine Kavaliersdelikte.“


IG BAU-Chef Feiger fordert Schwerpunktstaatsanwaltschaften.