Gruppenbild Steinbach Ulrike Laux
(Foto: IG BAU) Von links: Patrik Hafeneger, Abteilungsleiter Ordnungswesen der Stadt Steinbach; Verena Sporck, Abteilungsleiterin Soziales; Filiz Mahner, Leiterin des Tagungs- und Bildungszentrums; Steffen Bonk, Bürgermeister der Stadt Steinbach; Ulrike Laux, Bundesvorstandsmitglied der IG BAU.
18.03.2022
Pressemitteilungen 2022

Knapp 40 hilfesuchende Männer, Frauen und Kinder kommen im Tagungs- und Bildungszentrum Steinbach (Taunus) unter.

39 aus der Ukraine geflüchtete Menschen haben jetzt vorerst eine Bleibe im Tagungs- und Bildungszentrum der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt in Steinbach (Taunus) gefunden. Darunter sind zwei Männer, der Rest sind Mütter mit ihren – oftmals noch kleinen – Kindern. Die Geflüchteten, sie stammen aus Kiew, Karkow und Poltawska, können dort jeweils als Kleinfamilien in Einzelzimmern wohnen. "Solidarität ist seit jeher für die Gewerkschaftsbewegung wichtig, Solidarität üben wir auch jetzt mit den Ukrainern, die so sehr unter dem Angriffskrieg Putins leiden. Deshalb haben wir als Sofortmaßnahme beschlossen, Geflüchtete in einem unserer Tagungshäuser aufzunehmen", sagt Robert Feiger, IG BAU-Bundesvorsitzender.

"Ihr sollt euch hier wohl fühlen, hier seid ihr sicher. Wir fühlen mich mit euch und sind euch sehr verbunden." Das sagte Ulrike Laux, im Bundesvorstand zuständig für das Bildungswerk, in ihrer Begrüßung bei einem ersten Mittagessen. Sie wies darauf hin, dass die Kinder nicht nur auf dem Außengelände sondern auch in einem nahen Wald spielen könnten. Es gebe Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt, zur Orientierung werde ein Stadtplan ausgeteilt. Auch Fahrräder könne man leihen. Zudem werde man versuchen, weitere Kleidung zu organisieren. "Vielen Dank für alles und eure Unterstützung." Dies übersetzte eine Dolmetscherin der hungrigen und vor allem sehr müden neuen Gäste.

Die Geflüchteten können in der Tagungsstätte bleiben, bis sie selbst etwas Anderes gefunden haben oder ihnen eine andere Wohnung vermittelt wurde. Die IG BAU wird auch weiterhin in dem Bildungszentrum mit insgesamt 90 Zimmern aus der Ukraine geflüchtete Menschen aufnehmen.

"Wir freuen uns sehr über die Hilfsbereitschaft der IG BAU und das damit verbundene Angebot, den geflüchteten Menschen aus der Ukraine eine Unterkunft anzubieten", betonten Landrat Ulrich Krebs und Sozialdezernentin Katrin Hechler des Hochtaunuskreises unisono. Die Welle der Solidarität und der Zusammenhalt der Menschen im Hochtaunuskreis sei großartig, sagte Krebs.

Steinbachs Bürgermeister Steffen Bonk besuchte am selben Tag, begleitet von Mitarbeitern der Stadtverwaltung, das Tagungszentrum und dankte, auch im Namen von Landrat Ulrich Krebs, Frau Laux sowie Frau Mahner, der Leiterin des Hauses, und ihrem Team für die umgehende Bereitschaft zur Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine. "Die Lage des Hauses sowie die liebevolle Aufnahme bieten bestmöglichen Raum, um zur Ruhe zukommen. Hierfür sind wir Ihnen dankbar!". Der Rathauschef hat Unterstützung bei der Beschaffung notwendiger Dinge des Alltags zugesagt und erste Maßnahmen für die Integration der Bewohnerinnen und Bewohner erläutert.

IG BAU nimmt geflüchtete Menschen aus der Ukraine auf.

Kuscheltiere
(Foto: IG BAU) Es wurde fleißig gesammelt, im Eingangsbereich des Tagungshauses warteten schon viele Kuscheltiere auf die jüngsten Neuankömmlinge.