Nicole Simons
Nicole Simons (Foto: JGFoto / IG BAU)
29.09.2022
Pressemitteilungen 2022

Mitgliedergewinnung durch gezielte Ansprache in der Ausbildung.

"Wir müssen unsere Jugendarbeit stärken, wir müssen noch attraktiver für junge Leute werden. Nutzen wir die Gunst der Stunde nach der Corona-Zeit, in der wieder vermehrt Auszubildende bei uns Mitglieder werden wollen." Das hat das Bundesvorstandsmitglied der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Nicole Simons, sie ist für den Jugendbereich zuständig, auf dem Gewerkschaftstag in Kassel gesagt. Während der Pandemie waren die Zahlen der Jugendbeitritte in allen Gewerkschaften rückläufig, weil viele Ausbildungsstätten schließen mussten und gewerkschaftliche Bildungsarbeit nur erschwert möglich war.  

Nach einem von den rund 350 Delegierten verabschiedeten Antrag sollen Jugendliche künftig gezielt in den Berufsschulen, den überbetrieblichen Ausbildungszentren, den Hochschulen und natürlich in den Betrieben angesprochen werden. Dazu sollen sich die Jugendverantwortlichen, die zuständigen Branchen und die Jugendorganisation "Junge Bau" eng abstimmen. In jeder der zwölf IG BAU-Regionen muss es eine*n Verantwortliche*n für Jugend- und Ausbildungsarbeit geben. Junge Frauen und Männer sollen auch für ehrenamtliche Arbeit gewonnen werden. Der Bundesvorstand wird damit beauftragt, zu den Vorhaben ein Konzept und Projektideen zu erarbeiten. Zudem hat sich das "Gewerkschafts-Parlament" dafür ausgesprochen, Studierende künftig als eigenständige Personengruppe, wie jetzt schon Senioren oder Frauen, anzuerkennen.

"Die Jugend ist nicht einfach nur unser Unterbau und sorgt für eine stabile Mitgliederentwicklung. Sie bringt vielmehr frische und progressive Themen sowie neue Formen und Ideen in die Gewerkschaftsarbeit ein. Sie ist unsere Zukunft", sagte Simons. "Zudem: Wer früh lernt, sich für seine Rechte einzusetzen, wird auch im weiteren Berufsleben selbstbewusst und zufriedener seiner Arbeit nachgehen. Das kommt auch den Unternehmen und letztlich unserer Gesellschaft insgesamt zu Gute."

IG BAU will Jugendarbeit wieder in den Fokus rücken