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Keine Annährung bei Ost-West-Angleichung

Tarifverhandlung zwischen IG BAU und Agroservice & Lohnunternehmerverband Sachsen / Thüringen

landwirtschaft
© Diana Mohr / pixelio.de
12.06.2019
Forst- und Agrarwirtschaft

Das erste Tarifverhandlungsgespräch zwischen IG BAU und Agroservice & Lohnunternehmerverband Sachsen / Thüringen blieb ohne Ergebnis, zu weit lagen die Vorstellungen beider Tarifkommissionen bei einer längst überfälligen Annährung der Löhne und Gehälter zwischen Ost und West auseinander. Zum Zwischenstand im Einzelnem:

Die Fachkraft Agrarservice mit Berufserfahrung erhält aktuell in westlichen Bundesländern zwischen 14,75 Euro und 15,02 Euro in der Stunde und wird sich 2020 nochmals erhöhen.

Die Fachkraft mit umfangreicher Berufserfahrung in Thüringen und Sachsen erhält aktuell 10,76 Euro in der Stunde. Das letzte Angebot der Arbeitgeber war in drei Stufen, erst ab Juli 2021 sollte ein Plus im Ecklohn im Ganzen von 1,34 Euro gezahlt werden.

Dies würde eine geringere Erhöhung bei einer längeren Laufzeit des Tarifvertrages bedeuten im Vergleich zu den westlichen Tarifgebieten im Ecklohn von letztlich 14,07 Euro. Die Schere würde also noch weiter auseinandergehen!

Lediglich in Fragen der Arbeitszeitgestaltung wurde eine Annährung gefunden.

Die Tarifkommission der IG BAU hat im letztem Verhandlungsstand eine Erhöhung der Entgelte im Volumen von 15 Prozent bei einer Laufzeit des Entgelttarifvertrages von 18 Monaten gefordert. 12,43 Euro im Ecklohn wäre immer noch keine Anpassung, aber immerhin ein deutliches Signal Richtung Annährung der Entgelte Ost an West!