Landwirtschaft Rinder
(Annie Spratt / Pixabay)
31.03.2020
Forst- und Agrarwirtschaft

Wir ahnten es schon immer: Landwirtschaft und Gartenbau sind systemrelevant. Damit ist es auch jeder und jede Einzelne von Euch Arbeitnehmer*innen. Eure Gesundheit ist wichtig für die Aufrechterhaltung der Lebensmittelproduktion!

Diese soll laufen, wenn gleichzeitig der Schutz der Kolleginnen und Kollegen vor einer Ansteckung mit Covid-19 oberste Priorität hat! Und so auch die Verbreitung des Virus verlangsamt wird.

Deine persönliche Verantwortung:

  • Reinige deine Hände sooft sich die Gelegenheit gibt (mindestens 30 Sekunden).
  • Halte 1,5 Meter Abstand (der Virus überlebt in 1 bis 2 Metern Umkreis einer infizierten Person).
  • Zur Ausnahme mal keine Hände schütteln oder sich persönlich berühren.
  • Ersetze, soweit sinnvoll und möglich alle Absprachen durch das Telefon oder das Internet.
  • Komm möglichst per Pkw oder Fahrrad zur Arbeit anstatt mit öffentlichen Transportmitteln.
  • Denk dran, es geht vorbei!

Organisatorische Maßnahmen im Betrieb:

  • Klare Verantwortlichkeiten und Ansprechpartner*innen sowie Informationen (zum Beispiel zum Personalplan) an die Beschäftigten sind das A und O, um den Produktionsablauf soweit möglich aufrechtzuerhalten. Dazu eignet sich eine Betriebsvereinbarung „Pandemieplan“.
  • Definiert Verhaltensregeln, die für alle klar erklärt sind (zum Beispiel alleine Essen, kein Händeschütteln, Dienstreisen, Mindestabstand, Schutzkleidung et cetera).
  • Lüftet Arbeitsräumlichkeiten regelmäßig.
  • Streckt die Pausenzeiten, minimiert die Sitzplatzanzahl in Pausenräumen, beziehungsweise vergrößert die Abstände.
  • Versetzt Beginn und Ende der Arbeitszeit inklusive Schichten, um Kontakt zu vermeiden.
  • Bringt mehr Abstand zwischen die einzelnen Arbeitsplätze, wo nötig.
  • Verteilt Desinfektionsmittel im Betrieb zur Nutzung vor Ort.
  • Anschlussfreie Toiletten sind in der jetzigen Situation ungeeignet.
  • Sozial- und Sanitärräume müssen mindestens alle zwei Tage fachmännisch gereinigt werden.
  • Beschränkt den Zutritt zum Betriebsgelände auf das Nötigste.
  • Reduziert beziehungsweise verzichtet komplett auf Dienstreisen.
  • Reduziert die Mitfahrer*innen bei gemeinsamen Fahrten zur Einhaltung des Abstandsgebots. Bei Bedarf Mehrfach-Fahrten durchführen.
  • Zum Thema „Umgang mit Coronavirus“ sollten Unterweisungen erfolgen und Gefährdungsbeurteilungen von der*dem Arbeitgeber*in durchgeführt werden.

Wer in Landwirtschaft und Gartenbau arbeitet, darf nicht gefährdet werden!

Hinweis zum Schluss:
Die besten Maßnahmen helfen nur, wenn sie tatsächlich genutzt werden. Sensibilisiert Kolleg*innen sowie Familie und Freund*innen über die Notwendigkeiten der konsequenten Umsetzung der Schutzmaßnahmen. Motiviert, indem Ihr ihnen ein Vorbild seid und mahnt riskantes Verhalten an. Habt Ihr Kolleg*innen im Umfeld, die das Thema „Coronavirus“ auf die leichte Schulter nehmen, sprecht sie direkt an.

Wir sind auch weiterhin für Euch da!

 

 

Flugblatt Landwirtschaft und Gartenbau: Hygiene-Regeln im Betrieb