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Neue Wege in der Kommunikation mit Kollegen aus Osteuropa: Steuerberatung für Bauarbeiter

QBAU
(Foto: PECO Institut)
13.12.2021
Internationales

Die Infoveranstaltung "Steuertipps für Kollegen aus Osteuropa bei Max Bögl" fand Ende November statt. Bauarbeiter von vier verschiedenen Baustellen und sogar aus den Heimatländern zugeschaltet hatten die Möglichkeit, sich per Videokonferenz mit lizenzierten Beratern über Steuerfragen auszutauschen.

Die Firma Max Bögl ein positives Beispiel für die Integration und Organisation von Arbeitnehmer*innen aus Osteuropa. Die Beschäftigten berichten von sehr guten Arbeitsbedingungen sowie von Verständnis der Führungskräfte und des Betriebsrats für ihre Bedürfnisse.

Die Arbeitnehmer sind Mitglieder der IG BAU, daher versuchte die Gewerkschaft in Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat von Max Bögl, Mitarbeiter*innen des PECO-Instituts aus dem Projekt "QBAU" und in direkter Kommunikation mit den Beschäftigten deren Bedürfnisse zu identifizieren und ein passendes Angebot zu schaffen.

Die Veranstaltung wurde gemeinsam von Petra Katens und Christian Felger (IG BAU), Katrin Reif-Krauß und Karl Schneider (Max Bögl Betriebsrat), Petar Glavas und Mirza Trto (Steuerberater des P&M Lohnsteuerhilfevereins) sowie Sanel Prelic (PECO Institut) und Anel Crnovrsanin (Europäischer Verein für Wanderarbeiterfragen EWV) organisiert und durchgeführt. Für ihr Verständnis und die Zusammenarbeit bei der Organisation dieser Informationsveranstaltung gilt ein besonderes Lob den Baustellenverantwortlichen.

"Durch neue Technologien, neue Kommunikationswege und gegenseitige Zusammenarbeit ist es uns gelungen, zu zeigen, dass Beratung und Bildung für jeden und überall zugänglich sind. Das macht uns sehr glücklich", meint Katrin Reif-Krauß im Anschluss.

Da sich dieses innovative Konzept als sehr erfolgreich erwiesen hat, sind bereits in der kommenden Zeit ähnliche Aktivitäten zu Themen wie SOKA-BAU, Renten- und Krankenversicherung geplant.

Über QBAU

Im Projekt sprechen Mitarbeiter*innen mit relevanten Sprachkenntnissen osteuropäische Beschäftigte auf bayerischen Baustellen und in Unterkünften an. Die Bauleute werden über ihre Rechte aufgeklärt und es wird ihnen gezeigt, was sie tun können, um diese durchzusetzen. Außerdem wird ihnen beigebracht, wie sie ihre Tätigkeiten bestmöglich dokumentieren, sodass sie im Falle von Problemen gegenüber ihren Arbeitgeber*innen und der gesamten Subunternehmerkette ihre Ansprüche problemlos geltend machen können. Zusätzlich werden verschiedene Bildungsformate angeboten, die auf die Anforderungen der Zielgruppe zugeschnitten sind, beispielsweise Deutschkurse.

QBAU
(Bild: PECO Institut)