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Rente mit fast 70: „Dachdecker-Alptraum“

Robert Feiger
© IG BAU (Alexander Paul Englert)
22.10.2019
Pressemitteilungen 2019

Die IG Bauen-Agrar-Umwelt hat der Rente mit fast 70 eine klare Absage erteilt. Der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger erklärte am Dienstag auf entsprechende Überlegungen der Bundesbank:

Wer laut über die Rente mit fast 70 nachdenkt, der spielt mit den Ängsten der Menschen. Jede weitere Erhöhung des Renteneintrittsalters ist – längst nicht nur für Handwerker – eine Farce. Ein Großteil der Bauarbeiter ist bereits mit Ende 50 körperlich am Ende und muss vorzeitig in den Ruhestand gehen. Für Dachdecker ist die Rente mit fast 70 ein Alptraum. Ebenso für Gerüstbauer, Gebäudereinigerinnen, Fliesenleger …

Die Bundesbank klebt der staatlichen Rente das Etikett „69 Komma irgendwas“ auf. Die 70 wird – wie im Supermarkt das Runden des Preises nach oben – tunlichst vermieden. Es ist erschreckend, wie die staatlichen Banker hier das Geschäft der privaten Altersvorsorge von Allianz & Co. befeuern – und gleichzeitig das Vertrauen in die staatliche Rente als Altersvorsorge, die zum Leben reichen muss, erschüttern.

Was jetzt kommen muss, ist klar: eine breite Ablehnung jeder weiteren Erhöhung vom Renteneintrittsalter durch ein breites politisches Bündnis. Die IG BAU erwartet jetzt ein politisches Stoppschild für die „Bundesbank-Rente 70“.

Parteiübergreifend muss eine funktionierende Sozialpolitik jetzt jeder Renteneintrittserhöhungs-Fantasie die Rote Karte zeigen.“



IG BAU: „Bundesbank befeuert das Geschäft von Allianz & Co.“
Rente mit fast 70: „Dachdecker-Alptraum“ – IG BAU fordert „politisches Stoppschild“
Feiger: „Jeder Renteneintrittserhöhungs-Fantasie die Rote Karte zeigen“