gartenbau
13.12.2019
Forst- und Agrarwirtschaft

Das erste Tarifverhandlungsgespräch zur Einführung eines Entgeltsystems für die Beschäftigten im Gartenbau in Nordrhein-Westfalen fand am 9. Dezember 2019 in Köln statt. Bereits am 15. Oktober 2019 trafen sich die Tarifvertragsparteien zu einem Sondierungsgespräch, um die Komplexität bei der Überführung von Gehalt- und Lohntarifverträgen in einem Entgelttarifvertrag einzugrenzen. Eine Vielzahl von bisherigen Lohn- und Gehaltsgruppen gilt es, diese auf sieben, dem heutigen Berufsbild entsprechend, auf die einzelnen Entgeltgruppen gerecht zu übertragen.

Die Forderung der IG BAU lautete die Entgeltgruppen 1,2 sowie 4 bis 7 um jeweils 3,5 Prozent zu erhöhen und das Eckentgelt in der Gruppe 3 um 8 Prozent. Hierbei ist neben der Forderung als solche, differenzierte Entgelte nach Betriebszugehörigkeit, angelehnt an den bisherigen Gehaltstarifvertrag, jeweils Rechnung getragen.
 
Die Arbeitgeber lehnten zunächst die Berücksichtigung des bisherigen Gehaltstarifvertrages kategorisch ab, da dieser aus ihrer Sicht in der Praxis in NRW nicht angewendet wurde, als auch eine Entgeltdifferenzierung nach Betriebszugehörigkeit in den jeweiligen Entgeltgruppen.
 
Die Tarifvertragsparteien vertagten sich auf den 17.Februar 2020, um jeweils intern in ihren Gremien nochmals Lösungsansätze zu besprechen.  
 
Nun gilt es in den Betrieben unsere Forderungen aktiv zu unterstützen! Denn eine Tarifkommission der Gewerkschaft kann immer nur so viel erreichen, wie sie auch betriebliche Rückendeckung erhält.

Vertagung der Tarifverhandlungen für den Gartenbau in Nordrhein-Westfalen.