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Tarifvertragsparteien im Bauhauptgewerbe einigen sich auf Verhandlungsfahrplan

Baustelle
(Foto: Pixabay)
27.07.2021
Pressemitteilungen 2021

Die Tarifvertragsparteien Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) auf der einen Seite und Zentralverband Deutsches Baugewerbe sowie Hauptverband der Deutschen Bauindustrie auf der anderen Seite haben sich heute in Wiesbaden auf einen Fahrplan für die weiteren Tarifverhandlungen im Bauhauptgewerbe geeinigt.

So werden die Themen Mindesturlaubsvergütung und Erschwerniszuschläge als erstes verhandelt, es folgen die Punkte Mindestlohnstruktur und Weiterentwicklung der Wegezeitentschädigung. Am Ende wird über die Tariferhöhung, die IG BAU fordert 5,3 Prozent mehr Lohn und Gehalt, Mindestlohnhöhe und Ost-West-Angleich, gesprochen. Verhandelt werden soll in weiteren zwei Terminen, der letzte soll Mitte/Ende September sein. "Wir freuen uns darüber, dass die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber nun ernsthaft und konstruktiv mit uns über das gesamte Paket sprechen wollen", sagen die IG BAU Verhandlungsführer Bundesvorsitzender Robert Feiger und Vorstandsmitglied Carsten Burckhardt. Sie zeigen sich verhalten optimistisch, dass man am Ende auch zu einem guten Ergebnis kommen werde. "Nach wie vor steht im Raum, dass wir bei einer Nichteinigung die Schlichtung anrufen. Und wenn die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sich nicht genug auf uns zubewegen, könnte am Schluss immer noch der Arbeitskampf stehen. Die Beschäftigten in der Baubranche haben gerade jetzt in der Pandemie-Phase gezeigt, was sie leisten können. Deswegen haben sie sich auch einen ordentlichen Tarifabschluss verdient."

Die Tarifvertragsparteien haben sich darauf geeinigt, während der Verhandlungszeit keine Zwischenergebnisse zu veröffentlichen.  Am Ende werde das Gesamtpaket präsentiert.

Der vergangene Tarifvertrag im Bauhauptgewerbe lief am 30. Juni 2021 aus, in der Baubranche sind rund 890 000 Menschen beschäftigt.

IG BAU und Arbeitgeber*innen wollen über umfassendes
Sechs-Punkte-Paket bis Ende September sprechen