Waldpakt NRW
06.01.2020
Forst- und Agrarwirtschaft

Bereits im September hatte sich die Landregierung Nordrhein-Westfalen mit den Verbänden in Schmallenberg im Rahmen einer Kabinettsklausur über die aktuelle Situation im Wald und in der Forstwirtschaft ausgetauscht. Im Dezember war es dann so weit: Die Beteiligten unterzeichneten gemeinsam den „Waldpakt für NRW“.

Es ist zu begrüßen, dass die wesentlichen Inhalte aus dem ursprünglichen Papier der Verbände zu einem umfassenden Maßnahmenpaket geführt haben, dessen Inhalte sich nun im „Waldpakt“ wiederfinden.

Erweitert wird der „Waldpakt“ durch eine von Ministerpräsident Armin Laschet eingebrachte Baumprämie und die starke Einbindung des Themas „Bauen mit Holz“. Unterstützt wird die Absichtserklärung durch die nordrhein-westfälische Ministerin für den Bereich Bauen Ina Scharrenbach als Mitunterzeichnerin.

Dass der „Waldpakt“ eine größere Akzeptanz im Arbeitsgebiet Wald erfährt, zeigt sich auch an der nachträglichen Beteiligung weiterer Organisationen und Verbände, die sich vor allem auf Landesebene für den Wald und die Forstwirtschaft engagieren.

Die Bündelung der Inhalte auf die drei Handlungsfelder „Anpassungsstrategie Wald im Klimawandel“, „Unterstützung für Wald und Waldbesitzende“ und „Umwelt- und baupolitische Initiativen“ umreißen nur grob die Inhalte dieses Papiers. Die konkreten Maßnahmen, die ohne eine weitreichende politische und gesellschaftliche Bereitschaft zur Unterstützung nicht umgesetzt werden können, müssen nun durch alle Beteiligten beschrieben und erarbeitet werden.

Die IG BAU Landesvertretung wird die Umsetzung der vereinbarten Ziele 2020 aktiv einfordern und die Landesregierung daraufhin in die Pflicht nehmen, die Absichtserklärungen mit Taten zu füllen.

Vor allem die in der aktuell in der Kampagne der IG BAU auf Bundes- und Länderebene aufgestellten Forderungen zum Thema "Wald Klimaschutz“ stehen hier im Vordergrund.

Volltext des „Waldpakt für NRW“

Pressetext des Ministerpräsidenten

 

Ein Beitrag unseres Kollegen Peter Wicke.